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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Eohärenz der Flüssigen.

wenig Arbeiten in der Physik, die so scharfsinnig gedacht und soklar und, was bei den italienischen Physikern sehr selten ist, so bün-dig beschreiben sind, wie die Versuche dieser Florentiner. Sie ha-be» zwar die Theorie nicht weiter ausgebildet, sich aber auch vonden Modeansichtcn der damaligen Zeit ganz frei erhalten.

Rob. Boyle Lxiiorimenln llo vi söris olusliou. 1669.y. ZOO. 1'Inkos. '1'ruusuet. L6?6—1677. Huttonscher Auszug il.I>. 362. Mehrere recht interessante Beobachtungen. Ueber dieErklärung spricht er sich nicht aus und thut wohl daran. Denndie Sphäre, in der er gediegenes geleistet hat, ist das Experiment,das er mit Geschick, aber in der Regel etwas planlos anstellt.

R. Hooke Oouutus eul oxplieumlu plnonumoim olisorvutu r»k. vo)cko. 1662. Die unmittelbare Ursache der Capillaritätscr-scheinungen ist die Luft, welche zurückgedrängt wird, wenn die Flüs-sigkeit eine starke Congruität zum Gefäße hat; aber sich eindrängtund eine convere Oberfläche bildet, wenn die Congruität fehlt, z. B.beim Quecksilber. Dieses heißt, in unsre Sprache übersetzt, diejenigeder beiden Flüssigkeiten, Lust und Wasser, welche die stärkere Adhäsionzum Glase hat, verdrängt die andere etwas und hat eine concaveOberfläche. Die Ansicht ist falsch, weil die Lust den Einfluß nicht hat,den ihr Hooke zuschreibt. Er ist ein Mann von merkwürdigemCharakter, dem ich keinen der Physiker neuerer Zeit an die Seitezu setzen weiß. Er cxperimentirte viel, aber ganz im Gegensatz mitBoyle, immer in Beziehung auf eine gewisse Theorie, die er zu be-stätigen suchte; daher nicht immer ganz genau. Mit vielem Geiste, warer jedoch ganz in der Ansicht seiner Zeit befangen. Mit bessern Kennt-nissen in der Mathematik und größerer Besonnenheit in seinen Urtheilenwürde er kein ganz unwürdiger Nebenbuler Newtons gewesen sein.

Gemino Montanari (Siehe §. 4.). Er citirt Boyle,Grimaldi (Tracks cko Immioro, p. 213.), Fabri und Gusta-fe rri Trattementi virtuosi.

Borelli. Ho motlouibus nutursilbus a xravckato ponckon-tckms. 1686. Leyden p. 213. Die Vorrede ist von 1679. DieVersuche sollen schon 1655 angestellt sein. Er kennt einen großenTheil der von Montanari beschriebenen Erscheinungen und hat überdas Schwimmen von Metallen und andren Körpern auf Wasser undüber die Adhäsion von Platten, zwischen denen eine dünne SchichtWasser ist, gute Beobachtungen. Aber in der Beschreibung und in