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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.

nicht nur, wenn I, dem rr an Größe gleich oder überlegen ist, son-dern auch, wenn b kleiner ist wie a, aber der feste Körper durchkünstliche Mittel mit einer Schicht des Flüssigen bedeckt ist. Jededieser Klassen will ich in zwei Abtheilungen bringen, so daß dieserAbschnitt über die Cohärenz im Gleichgewichte in vier Theile zerfällt.

I. Bestimmung der Größe der Synaphie.

II. Veränderung in der Lage eines Flüssigen, das einen festenKörper benetzt.

III, Prosaphie eines flüssigen und eines nicht benetzten fe-sten Körpers.

II'. Verbreitung einer Flüssigkeit auf der Oberfläche eines an-dren Körpers *).

I. Bestimmung der Größe der Synaphie.

Beobachtungswcise.

§. 20. Die besten Mittel zur Bestimmung der Synaphie sinddie Haarröhren und die Adhäsionsplatten. Statt derHaarröhrcn kann man sich auch zwei paralleler Platten bedienen.Gauß hat vorgeschlagen, die Größe von Luftblasen, die sich zwi-schen dem flüssigen und einem benetzbaren Körper befinden, zu mes-sen (I'üovr. Kixur. I'luid. p. 52.). Diese Methode ist derjenigenähnlich, mit der man beim Quecksilber die Stärke der ProSaphiebestimmt hat, nämlich der Messung der Höhe von großen Tropfen.Sie ist bis jetzt noch nicht angewendet morden.

Die Versuche, sowohl mit Adhäsionsplatten als mit Haarröh-ren, scheinen so leicht zu sein, und besonders die letzten bei engenRöhren einen so genauen Maßstab für die Cohärenz zu geben, daßman sich wundern muß, sie so wenig zahlreich zu finden. Selbst

') Synaphie und Prosaphie cnrsprcchen in ihrer Etymologie ganzden Worten Cohä'sion und Adhäsion. Es sind die einzigen neuenKunstausdrückc, die ich mir in diesem Werke erlaubt habe. Ich that esungern; aber sie waren nicht zu entbehren. Denn Cohäsion mußte indem weiten Sinne von Einleitnng §. 19. gebraucht werden. UnterAdhäsion verstand man nicht nur die Cohäsionskräfte zwischen hete-rogenen Körpern, sondern auch nach einer alten, aber falschen Theoriedie Anziehung zwischen gleichartigen Theilen der Flüssigkeit. Synaphieund Prosaphie kann man für flüssige und für feste Körper anwendenund wie die Worte Dynamik und Statik, mit Hydro und Sternsverbinden.