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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Synaphie, BeobachtungSweise.

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Gaylussac, dcr sehr gute Apparate besaß, hat mir wenige Ver-suche damit angestellt. Aber wer selbst Beobachtungen machen und! nicht bloß entfernte Annäherungen, sondern eine etwa auf 0,01 gc-j hende Genauigkeit erlangen will, findet bald, daß diese Versuche,j trotz dcr Einfachheit dcr Jnstrumento zu den schwierigsten, und we-^ gen den zahlreichen Störungen, über die man nicht immer gebieten^ kann, zu den unangenehmsten in dcr ganzen Physik gehören. Umi meinen Mitarbeitern in diesem Felde einen Theil des Verdrusseszu ersparen, den mir die vielen und fast launischen Hindernisse ge-macht haben, will ich die Versuche ausführlicher beschreiben, als essonst in diesem Werke geschieht.

§. 2t. Die wichtigste Vorsichtsmaßregel bei allen Methodenist die Bcnctzung des festen Körpers mit dem zu untersuchenden' flüssigen. Sie hat keine große Schwierigkeit, wenn jener sehr reinist und die Flüssigkeit sich leicht verbreitet. Aber dieses ist seltender Fall. Wenige Flüssigkeiten benetzen den Rand einer Adhäsions-plattc von selbst, und in das Innere einec engen Röhre steigen siej beinahe niemals von selbst zu der Höhe, welche ihrer Synaphie zu-kommt. Sogar das Quecksilber, das sich mit Gold und Zinn soleicht verbindet, steigt in Gold- und Zinn-Röhren nicht über dasNivean. Man muß immer erst daS Flüssige über, den festen Kör-per hinfuhren, diesen vollständig benetzen und dann unmittelbar denVersuch anstellen, ehe sich die Flüssigkeit an dem für den Versuchwichtigsten Orte, dem äußern Umfange der gemeinschaftlichen Ober-fläche, verändert haben kann.

Diese Veränderung tritt oft sehr schnell ein, theils durch Ver-dampfung, theils durch Einsaugung von Flüssigkeit, Sauerstoff oderKohlensäure, wodurch die Schicht zuweilen andre Eigenschaften er-langt; theils aber auch durch die von der ProSaphie selbst eingelei-tete Zersetzung. Bei mechanischen Verbindungen ist dieses immer derFall, indem sich der minder adhärirende Bestandtbeil ausschließlich anden festen legt, und wie man an den durch ihre Lichtbrechung kennt-lichen Strömungen sieht, dauert es sehr lange, ehe ein Gemisch vonWasser und Weingeist oder Salzlösung zu eiuer gleichförmigen phy-sischen Verbindung geworden ist (Siehe Einleitung §. 15.), undselbst diese scheint, wie ich später zeigen werde, durch die Berüh-z rung mit einem festen Körper, zu dem die Bestandtheile eine ver-i schicdene ProSaphie haben, zerlegt werden zu können. Die Adhä-