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Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.
sionsplattcn und Haarröhrchen stehen alsdann mit einer Schicht inBerührung, welche verschieden ist von der unzersetzton Flüssigkeitund geben eine zu große oder eine zu kleine Synaphie.
§. 22. Da man nicht zu jedem Versuche neue Platten undRöhren nehmen kann, so ist es nöthig, sie vorher zu reinigen. EinKörper, welcher das Glas einmal benetzt hat, hastet mit großerKraft, und bloßes Abwischen reicht bei weitem nicht hin, um ihn zuentfernen. Wie von dem Acther, ungeachtet seiner Flüchtigkeit, einedünne Haut auf dem Quecksilber zurückbleibt (Siehe unten den Ab-schnitt von der Benetz» ug), wie eine Oelschicht auf Glas undMetall, so ist's mit allen andren Flüssigkeiten. Ost ist von einemfremden Körper keine Spur zu erkennen, und dennoch wird das Re-sultat verändert. Mau erinnert sich dabei au die bekannten Modi-ficationcn des Platins und andrer elcktro - negativer Metalle, dieeine Zeitlang dem galvanischen Strome ausgesetzt waren, und diedamit verwandte Unfähigkeit von vielem sonst wohl gereinigten Pla-tin die Verbindung von Gasen zu vermitteln.
Mau muß daher vor jedem Versuche die Platten oder Röh-ren sehr sorgfältig, selbst mit chemischen Mitteln reinige» und dannwiederholt mit der zu untersuchenden Flüssigkeit abwaschen. Ichhabe mich, je nach der Beschaffenheit des bunetzenden Körpers, auchmit Erfolg bald des Alkohols, bald der Säuren oder der Alkalienbedient, welche theils durch ihre stärkere Prosaphie, theils chemischwirkten. Zuweilen war es mir aber unmöglich, selbst mit Hülfe derWärme die Röhren so vollständig zu reinigen, daß sie das Wasserz. B. zu dem Normalzustände erhebe» konnten.
§. 23. Meine Adhäsionsplatten hängen durch drei Fä-den an drei kleinen horizontal liegenden Stellschrauben, die an einemMessingplättchen befestigt sind. Dieses hängt von dem Arme einerguten Wage herab. Durch die Schräubchen kann man die Fädenso weit verlängern oder verkürzen, daß die untere Fläche der Plattegenau horizontal steht. Die an die Oberstäche der Flüssigkeit rei-chende Platte wirkt dabei selbst als Libelle. Die Platten sind rund, vonGlas, unten eben geschliffen, mit perpendiculären ebenfalls geschlis-senen Rändern; doch halte ich es für besser, sie sphärisch, nach einengroßen Radius, etwa wie die Dosenlibellen zu schleifen, nach un-ten convex und die Fehler, die daraus hervorgehen, durch Rechnungzu corrigircn. Mehrere bald auf einander folgende, mit gehöriger