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Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.
§. 50. Die Meinung, daß Warme und Cohäsion einen Gegensatz bilden, wird durch die Beobachtungen über die Hydrosynaphisnicht bestätigt. Oele, Acther, Salze und Säuren von sehr verschie-denen Sied- und Frierpmieten steigen fast gleich hoch in Haar-rohren auf. Auch zwischen den Veränderungen, welche das Volu-men einer Flüssigkeit durch die Wärme erleidet, und der Synaphieläßt sich keine Verbindung nachweisen, obgleich sich das Wasser auchhier durch seine in gewöhnlicher Temperatur sehr geringe Ausdehn-barkeit vor allen Körpern auszeichnet. Dieses Phänomen ist über-haupt, wie sein anomaler Gang bei mehreren Körpern, und beson-ders beim Wasser, zeigt, aus dem Conflict mehrerer nach verschie-denen Gesetzen wirkenden Kräfte hervorgegangen. Die Synaphieund die Compressibilität werden zwar eine Rolle dabei spielen, aberdiese zu bestimmen, reichen die wenigen genauen Versuche, die wirvon Gaylnssac und Mnncke haben, uicht hin (Xnimlon (Mim.IM)«. 1816. II. p. 160 und Banmgartner Zeitschr. 1831. X.I». 366 aus Allem. pre«. ü I'Xeall. cle 1'eterM. I.
§. 51. Bei dieser Trennung von Wärme und Cohäsion ist dieAnalogie, die sich zwischen der Synaphie und der Lichtbrechungzu zeigen scheint, um so merkwürdiger. Bie Brechung des Lichtes inFlüssigkeiten ist, wenn man nur annähernde Werthe sucht, auf mehr-fache Weise leicht zu beobachten Ein Tropfen, den man zwischenein Planglas und das Oblcctivglas eines Mikroskopes bringt, reichtdazu schon hin. Wir kennen daher die Brechungsvcrhältnisse vielerFlüssigkeiten, besonders der Oele, sehr genau. Wäßrige und wcin-gcistige Lösungen, welche kein praktisches Interesse für die Optikdarboten, hat man jedoch wenig untersucht, und da auch hier kaSspecifische Gewicht entweder nicht angegeben ist, oder sich wahrenddes Versuchs verändert haben kann, so ist die Mehrzahl der Beob-achtungen für eine Vergleichung mit der Synaphie von geringemWerthe.
Ich habe in der folgenden Tabelle die besten Angaben fürdie Brechung des Lichtes mit meinen Beobachtungen für die Syna-phie zusammengestellt. Die Rubrik Al:<i bezicht sich auf die Ta-belle des §. 10. Das Verhältniß der Sinus bei der Lichtbrechung
nn — 1
ist n und daraus, nn — 1 berechnet. Die letzte Rubrik AI--—
ist das Product beider Zahle». Die Werthe von n sind größten-