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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Synaphie und Compressibilität.

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kann. Um aber den überwiegenden Einfluß des Wassers aus denAuflösungen zu eliminiren und den Theil der Synaphie, der demwasserfreien Körper zukäme, zu berechnen, müßten die Beobachtnn-gen noch zahlreicher und genauer sein.

Nach den vorhandenen Angaben ist das Wasser durch eineweite Kluft von allen übrigen Körpern geschieden. Ob diese Lückedurch eine vollständigere Untersuchung ausgefüllt werden kann, mußdahin gestellt bleiben. Ich halte es für wahrscheinlich, und möchtedaher vor allen allgemeinen Theorien warnen, welche auf der über-wiegenden Synaphie des Wassers beruhen. Bis jetzt hat man im-mer noch geirrt, wenn man einzelne Stoffe, wie Sauerstoff, Was-ser, Kohle, Schwefel, als Substrate einer Thätigkeit in den Kör-pern ansah.

§. 48. Da von dem specifischen Gewichte unabhängigist, so muß lVI bei dem schwereren Körper im Durchschnitte größersein. Die wässrigen Auflösungen, deren einer Bestandtheil schwererist als Wasser, rücken dadurch dem Wasser näher. Weingeist undwasserhaltige Oele entfernen sich von ihm. Aber sonst zeigt sichkeine Regelmäßigkeit in der Reihe der Körper nach der Gewichts-synaphie. Zwei wässrige Flüssigkeiten zusammengegossen, haben zu-weilen Synaphieen, die größer sind wie die der Bestandtheile, z. B.bei der Schwefelsäure, der Salpetersäure, der Salzsäure, dem Aetz«kali und wahrscheinlich auch bei den Salzen. Nelkenöl wird von denandren Oelen, Ammoniak von den Alkalien getrennt, l^l ist offen-bar eine weniger unmittelbare Functivn der Cvhäsivn als M:(> undeine Formel wird daher besser auf diese als auf jene Werthe ge-gründet.

§. 49. Zwischen Synaphie und Compressibilität sollte maneine nahe Beziehung erwarten. Sie bezeichnen, wie man glaubensollte, verschiedene Phasen derselben inneren Kraft. Eine Vergleichungder in beiden Tabellen vorkommenden Körper (Siehe Elasticitätder Flüssigen § 7. und Cohärenz der Flüssigen §. 40.)giebt für das Verhältniß l?:lV1 für Wasser 1,10, für die meistenandren Flüssigkeiten wenig davon abweichende Werthe. AberSalzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Essigsäure haben dafür1,30, 1,44, 1,73 und 1,81. Vielleicht würde sich, wenn dieSynaphie von mehreren Körpern bekannt wäre, die Art der Verbin-dung deutlicher zeigen.