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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Benetzte Körper, Zwischenschicht.

LeS WasscrS und bilden durch Anziehung der zwischen ihnen ange-stiegenen Wassertheilchen eine Masse, die sich als Ganzes bewegtund nicht ohne Gewalt trennen läßt.

Ein andrer Theil der schwimmenden Körper zieht sich an dieWand, oder an jeden andren Ort der Oberfläche, der entwederdurch Adhäsion. an einen festen Körper oder durch Wellenbildungüber das Niveau erhoben ist. Das zwischen Mitte und Rand be-findliche Stück der Fläche bleibt daher von fremden Körpern frei.

Diese Erscheinungen haben schon Montan ari, Bvrelli,Mariotte u. A. beobachtet, Menge (tVIemoires «te1787. p. 506.) genauer untersucht und Doung, Laplace undPoisson ihre mathematischen Gesetze angegeben.

§.67.Wenn die schwimmenden Körper nicht Kugeln oder Luftblasensind, so wird die Stabilität ihres Gleichgewichtes abhängig sein vonden Seiten, die sie einander zuwenden. Dieses kommt besonders inBetracht bei kleinen, in einer Flüssigkeit schwebenden Krystallen.

Sind es Tropfen von einer andren Flüssigkeit, die auf demWasser schwimmen, so werden sie sich ebenfalls einander und denWänden nähern. Aber auch ihre Gestalt wird verändert, indemsie die Anhöhe, welche des Wasser an der Wand gebildet hat, an-steigen. Dieses zeigt sich am besten in Oelcn, die auf Wasser ge-bracht sind, wobei die Bewegungen noch mannigfaltiger werden durch dieVeränderungen, welche die Oele an der Luft erleiden. Fusinierihat darüber recht interessante Beobachtungen angestellt (vruxnatoltikiornalo 1821. an mehreren Stellen und ausführlich wiederholtin den Xnnsli «teile Seiende, I'-utuu 1833. III. p. 26.

§. 63. Zwei Platten, zwischen denen sich eine benetzendeFlüssigkeit befindet, hängen, wie zuerst Boyle (Lxperlm. äe viseris etaittiea 1669. x. 200.) und Montanari beobachtet ha-ben, mit großer Kraft an einander. Musschenbroek, Mor-veau (Theoretische und praktische Principien der Affinität. Uebers.1794.), Link und Ruhland (Schweigg. Journ. 1814. XI. x.146.) haben die Kraft gemessen, aber nicht mit hinlänglicher Ge-nauigkeit. Dutour u. A. haben gefunden, daß bei engen Gefä-ßen die zum Abreißen der Adhäsionsplatte nöthige Kraft größer ist,als bei weiten (Siehe oben §. 23.). Doung und Poisson ha-ben die Kraft berechnet, welche nöthig ist, um zwei durch eineSchicht Flüssigkeit verbundene Platten von einander zu trennen. Sie