100 Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.
sie unbedeutend; sie nimmt zu, je größer die Geschwindigkeit dessek,den und der Umfang des Tropfens wird. Die Wärme bringtalso die Tropfen den Normalgrößen näher.
Die Ursache liegt vermuthlich in ihrem später zu betrachtendenEinflüsse auf bewegte Flüssigkeiten. Jede Bewegung, die von einerVerschiebung der Theile auf einander abhängt, wird durch die Wärmebeschleunigt, daher auch die Zeit, in welcher der reife Tropfen sichablöst, verkürzt. Strömt nun auch die Flüssigkeit mit etwas größe-rer Geschwindigkeit hinzu, so ist doch dieser Gewinn geringgegen den Verlust, welchen der Tropfen erleidet, indem die benach-barten Theilchen nicht Zeit haben, sich in der Menge wie frühermit ihm zu vereinigen.
§. 65. Die genaue Bestimmung der Normaltropfcn unter ver-schiedenen Umständen hat ein praktisches Interesse für die Pharma-cie. Die geltenden Regeln für die Größe der Tropfen sind äußerstungenau. Man nimmt für Wasser das Gewicht eines Tropfens zueinem Gran an, aber ich habe oft über 240 Milligramm d. h. 4 Grangefunden. Wenn es auf keine wissenschaftliche Genauigkeit ankommt,so kann man statt der gewöhnlichen Tropfröhren ein oben WeitesGefäß,das unten sich in einer Haarröhre mit sehr dicken Wänden, etwa 1 Cen-timeter im Durchmesser endigt, anwenden und die Flüssigkeit in Interval-len von 4 Secunden abfallen lassen, was man durch die Höhe derflüssigen Säulen oder die Länge der Röhren leicht reguliren kann.Bei kleinen Quantitäten ist die Genauigkeit so groß, als mansie bei Messungen an der Wage erlangt und weit bequemer.Greifen die Flüssigkeiten Messing oder die Kitte nicht an, so kannman den Apparat noch einfacher einrichten.
Für die Synaphie hat aber eine genaue Bestimmung der Tro-pfen ein noch höheres Interesse. Denn ist es gelungen, die Grö-ßen der Normaltropfen auf die übrigen Synaphie-Phänomene zureduciren, so besitzen wir in den Tropfen das leichteste und ge-naueste Maß, um die Synaphie zu messen.
Adhäsion von festen Körpern, die durch eine Schicht Flüssigkeitvon einander getrennt sind.
§.66. Zwei aufWasser schwimmende, benetzte Körper ziehen sich an.Stanbtheilchen, Luftblasen vereinigen sich daher gern auf der Mitte