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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Benetzte Körper, HalbflüssigeS.

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ganze Nissige Schicht, desto bedeutender sind die Veränderungen,welche der Abstand der Platten von einander durch eine Verände-rung des Gewichtes erleiden kann.

Die Dicke der Schicht sei ein Millimeter. An die unterePlatte komme wieder eine Schicht von gleicher Dicke mit einer drit-ten Platte; an diese wiederum eine Wasserschicht u. s. f., so kannman diese Abwechselung so lange fortsetzen, als die Summe sämmtli-cher Platten, die erste ausgenommen und aste Wasserschichten anGewicht eine Wassersäule von 15 Millimeter Höhe nicht übertrifft. Sinddie Wasserschichten nur 0,1 Millimeter dick, so kann man die Be-lastung bis auf 150 Millimeter Wasserdruck treiben. Es ist dahermöglich, eine hohe aus wechselnden Schichten eines Flüssigen undFesten bestehende Säule zu constrniren, deren Länge mit der Be-lastung steigt und fällt, die bei Uebcrschreitung einer gewissen Längezerreißt, durch Verlängerung sich in dem Querschnitte zusammen-zieht, sich also fast ganz, wie ein fester elastischer'Körper verhält.Jedoch findet der Unterschied statt, baß das Volumen bei festenKörpern durch die Spannung vergrößert wird, bei jener aus Schich-ten bestehenden Säule aber keine merkliche Veränderung erleidet.

Halbflüssige Fäden und Membranen.

§. 70. Eine solche Abwechselung von festen und flüssigenSchichten findet sich in den Fäden und Membranen, die man ausflüssigen Stoffen, denen einige feste Theile beigemengt sind, bildenkann. Die Umstände sind freilich etwas verschieden von denen desvorhergehenden Paragraphen. Die Durchmesser der festen Körpersind gewöhnlich sehr klein, oft noch nicht einmal mikroskopisch. Dieflüssige Schicht zwischen ihnen folgt ganz andren Gesetzen, als dawo ihre Dicke unbedeutend gegen ihren Durchmesser ist. Diese Ge-setze sind auch noch nicht berechnet; aber von dem Quantitativenabgesehen, finden sich bei sehr kleinen Körpern dieselben Phänomenevor, wie bei den größeren und zwar in größerem Maßstabe. DieSpann-barkeit einer langen halbflüssigen Säule ist weit größer bei kleinemals bei großem Querschnitte. Sich selbst überlassen, ohne eine äus-sere Kraft, als etwa die ihres eigenen Gewichtes, ziehen sie sich insehr kurze Räume, fast in Tropfen zusammen; dagegen werden beieiner der größten Belastung, die sie tragen können, nahe kommen-