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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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404 Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht

den Zugkraft dir Qucrdimcnsionen beinahe unmerklich gegen dieLänge.

§. 71. Bei den Membranen liegen die festen Theile in einerebenen, mehr oder minder gekrümmten Fläche und dienen demFlüssigen als Stützpunkte. Man hat sie meistens als Seifen»blasen beobachtet, wobei sie die ne «tonischen Farben auf einesehr schöne Weise zeigen. Newton selbst betrachtet diese Blasen-hüllen als eine ganz flüssige Masse. Lcidenfrost hat sie genauernach ihrer äußern Beschaffenheit untersucht. Nach der Sitte derdamaligen Zeit, die für jede Kraft eine Substrat suchte, schreibt erjede Erscheinung, die er an den Blasen beobachtete, einer besonderenHaut zu und findet dadurch, daß die Seifenblase aus drei übercin-andergelegten Häuten oon verschiedener Beschaffenheit bestehe. Zu-letzt hat Fusinieri die halbflüssigen Membranen untersucht, wel-che entstehen, wenn man Quadrate oder andre Figuren von Drahtdurch etwas klebriges Wasser zieht. Er beobachtet ziemlich richtig,sah aber überall nur Resultate seiner seltsamen, vagen Theorie.Aus dieser Untersuchung und meinen eigenen Beobachtungen gehendie folgenden Eigenschaften dieser Membranen hervor. '

Newton Ojitico lüb. II. IV.

Leidenfrost. I)v cujnoo eommnnm nounullis hunlitutibug

17S6 x. 60.

Fusinieri Lrnxnutelli klioruulo. 4821. a. m. O.

§. 72. Sie sind als Seifenblasen für die Luft undurchdring-lich; denn mit Wasserstoffgas gefüllt, steigen sie wie kleine Luftbal-lons in die Höhe. Auch halten sie andere Dämpfe und Dünste, z.B. die von Taback, lange Zeit zurück.

Sie sind elastisch, sowohl wenn sie longitudinal, durch eine derRichtung ihrer Fläche parallel wirkende Kraft ausgezogen werden,als wenn sie, was bei der Bildung der Seifenblasen der Fall ist,einen transversalen Druck erleiden. Sich selbst überlassen, ziehensie sich, wenn die Luft aus ihnen entweichen kann, in einen Tropfenzusammen. Die innere Luft ist daher ein wenig comprimirt. DerSpielraum ihrer Elasticität, oder ihre Spannbarkeit, ist die größte,die wir bei nicht luftförmigen Körpern kennen; denn ein Seifen-wasscrtropfen, der etwa 15 Milligramm wog, also einen Durchmes-ser von etwa 3 Millimeter hatte, konnte zu einer Kugel von 50Millimeter Dicke aufgeblasen werden. Die Oberfläche des Tropfens