Prosaphi: und Temperatur.
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was ähnliches beobachtet man an liquid gemachter schwefliger Säureund selbst an der Luftpumpe. Eine dünne Glaswand oder eineMembran war im Stande, den Druck von einer oder mehrerenAtmosphären zr ertragen. Aber in dem Momente, wo durch Zu-fall oder Absicht eine Oeffnung darin gemacht wird, stürzt allesGas mit solcher K«'aft hinaus, daß die Membran oder die Rohregänzlich zerschmettert werden.'
§. 103. Ich kehre zu dem leidenfroftischen Versu-che zurück. Mit wenigen Ausnahmen habe ich ihn bei allen Flüs-sigkeiten beobachtet. Am Wasser, an Säuren, Aether, an Bromu. a. Selbst feste Körper, Schwefel, Eis, schmelzen auf dem hei-ßen Metall zu einem Tropfen. Alkohol, Aether, Terpentinöl,Schwefel, entzünden sich zuweilen und setzen ihr Spiel unter derFlamme fort. Nur bei Baumöl und andren fetten Oelen ist esmir nicht gelungen; sie zerflossen und siedeten. Ist die Unterlage rauh,so wird sie vom Tropfen an mehreren Stellen berührt, und diezwischen ihnen liegende Fläche kann die gegenüber stehenden Theiledes Tropfens stärker erhitzen. Dann gelingt der Versuch weit we-niger leicht als auf glatte» und flachen Schalen von Porzellan oder Pla-tina, welche man am zweckmäßigsten über einer Lampe in fast gleichför-miger Temperatur erhält. ES ist leicht nach einigen vorläufigenVersuchen das rechte Maß zu treffen. Nach Leidenfrost wirkt auchgeschmolzenes Blei sehr gut auf Wasser, Silber dagegen sehr schwer,geschmolzenes Kupfer gar nicht. Am besten folgt man dem Gangeder Erscheinung bei Aether und Weingeist auf Quecksilberbei dem man wegen seiner Glätte das Minimum der Tem-peratur anwenden kann. Auf kaltem Quecksilber und selbst in höhe-rer Temperatur, wenn sie nur den Siedpunct des Wassers nichtviel übertrifft, breitet sich der Aethertropfen auf der Metallflächestark aus, und wird, wenn das Quecksilber rein ist, sogar durchsein Sieden nicht ganz darin gestört. Bei etwas höherer Tempe-ratur überwiegt das Sieden, indem der Aether schnell in Dampfverwandelt wird und eine dünne Haut auf dem Quecksilber zurück-läßt, die ein Gemeng von Aether oder Producten, die aus seinerZersetzung entstehen, und metallischem, fein zertheiltem Quecksilberzu sein scheint. Dieses Sieden dauert bei noch höherer Tempera-tur fort. Es ist aber sehr verschieden von dem, welches man beiallmäliger Erwärmung des Aethers wahrnimmt. Es besteht nicht