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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Presaphie und Temperatur.

fällt am meisten in die Augen. Die erste erkennt man durch kleineauf dem Tropfen schwimmende Theilchen. Beide Bewegungen sindunwesentlich. Man kaun den Tropfen mit einem festen Körper,sogar mit der Pipette, aus welcher man ihn fallen läßt, und worinnoch etwas Flüssigkeit zurückgeblieben ist, fest halten, er hängt sichan, wie andere Tropfen, die in gewöhnlicher Temperaturauf weniger adhärirenden Körpern liegen; aber die Art seinerBerührung mit der Unterlage wird dadurch nicht verändert.

§. 106. Diese Bewegungen sind eine Folge der Verdampfung.Alle leicht beweglichen Körper, welche einen Theil ihrer Masse durchAbstießen, durch Auflösen oder einen chemischen Proceß verlieren,haben eine starke Bewegung, z. B. Kampfer und ölige Samen aufWasser, Phosphor auf Quecksilber, Kalium auf Wasser, das Queck-silber in den galvanisch-chemischen Beobachtungen von Erman,Pfaff, Runge. Da der Tropfen niemals nach allen Seitengleich viel Masse verliert, so erleidet er wie die segncrsche Rea-ctiousmaschine einen Rückstoß und kommt in Bewegung. Je höherdie Temperatur und je stärker also die Verdampfung ist, destoschneller bewegt er sich auf dem Quecksilber. Auf allen erhitztenMetallen ändert daher der Tropfen seine Lage beständig, nimmtdie leichten Körper, auf die er stößt. Staub, Oryd, Salz, in sichauf und läßt sie bei der Verdampfung als eine Kugel zurück. EineSalzlösung rollt anfangs, wie jede andere Flüssigkeit; aber nur dasAustösungsmitttel verdampft, der Tropfen wird übersättigt und fülltsich mit schwimmenden Salzthcilcheu. Bald fixiren sich diese an ir-gend einen Punct der Unterlage, der Tropfen kommt in Ruhe,die Flüssigkeit verdampft allmälig, ohne eine fortschreitende Bewe-gung zu haben, und es bleibt ein Salzkern von kugelförmiger Ge-stalt zurück.

Ich habe zuweilen zwei Tropfrn, die sich nicht mischen, wieWasser und Aether, auf das heiße Metall gebracht. Die Tropfenlegten sich an einander und drückten sich stach, wie zwei Quecksil-bertropfen auf feuchtem Glase. Nach einiger Zeit verbanden siesich zu einer kugelähnlichen undurchsichtigen Masse, die stark ver-dampfte; dem Metall gegenüber aber die Eigenschaften des leiden-frostischen Tropfens unverändert beibehielt.

§. 107. Quecksilber auf heißes Körper gebracht bleibtrund und verdampft allmälig ohne die heftigen Bewegungen der