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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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128
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H28 Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.

Wassertropfen zu haben. Die Prosaphie zu Kupfer und Silberwird dabei bedeutend vermindert. Der Tropfen, der in gewöhnlicheroder mäßig erhöhter Temperatur auf dem Silber zerfließt und sichschnell mit ihm verbindet, behält seine Kugclform und seine Beweg-lichkeit eine Zeitlang bei. Aber bald wird er unbeweglich. Andem Berührungspuncte amalgamirt er sich mit dem Silber, undwährend das Quecksilber fortdauernd verdampft, zieht sich das Sil-ber an ihm hinauf, macht ihn halbflüssig und endlich bleibt ein ku-gelähnliches poröses Amalgam zurück, welches einen weit kleinernRaum einnimmt, wie der Quecksilbertropfcn. Nimmt man es weg,so sieht man, daß die anfangs sehr kleine Berührungsfläche zwischenSilber und Quecksilber nicht größer geworden ist, seitdem sich derTropfen fixirte. Es ist hier also eine merkwürdige Verbindung deschemische» Processes nnd der Prosaphie, die neben einander gehen,ohne merklich auf einander einzuwirken. Durch die chemische Ver-bindung von Quecksilber und Silber wird ihre Prosaphie nicht ver-mehrt. Kühlt sich dagegen das Silber, während der Tropfen aufihm liegt, etwas ab, so zerfließt das Quecksilber, es siedet undamalgamirt sich mit dem Silber, so weit die Berührung reicht.Achnliches habe ich bei dem Kupfer beobachtet. Nur ist die Amal-gamation hier weit schwächer. Gold habe ich nicht untersucht.

§. 108. Auf Glas- oder Porzellanschalen erhitzt, verdampftdas Quecksilber ohne aufzuwallen. Dabei werden die Tropfen ge-wöhnlich flacher. Dieses rührt jedoch nicht von einer Zunahme derProsaphie herz denn wenn man ihn von dem Orte, wo er sest saß,fortstieß, so nahm er seine Kugelform wieder an; sondern er be-hielt die Berührungsfläche, die er anfangs hatte, vermöge der Rei-bung bei und mußte natürlich, da er zum Theile verdampft war,flacher erscheinen als früher.

Brachte man den Tropfen auf reines und schon heißes Glas,so blieb er rund, es entwickelten sich kleine Blasen, die auf seinerOberfläche schwammen und wahrscheinlich von einer Spur Feuchtig-keit im Glase oder im Quecksilber herrührten, und eine Bewegung indem Quecksilbertropfcn anzeigten, welche mit der Zunahme der Tem-peratur immer heftiger wurde. Dabei verdampfte der Tropfen undverschwand endlich ganz. Das Quecksilber verhielt sich also aufGlas wie Wasser auf heißem Metall nur mit dem Unterschiede,daß es, wenn man die Schale vom Feuer nahm, sich nicht wie