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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Cohärenz der Flüssigen, Gleichgewicht.

desto tumultuarischer entwickelt sich der Dampf; denn einmal entstan-den, hat er in seinem Aufsteigen keine andre Schwierigkeit zu über-winden, als den Druck der Luft,^und entwickelt sich um so rascherund schleudert um so mehr flüssige Theile in die Höhe, je länger-er zurückgehalten war. Ist die gewöhnlich durch Beimengung vonfesten Theilen entstehende Klebrig keit sehr groß, so können sichdie Dampfblasen nicht entfernen. Sie halten sich lange im Innernder Flüssigkeit auf und vermehren als Schaum das Volumen der Masseoft um das Vielfache.

Absorbirte Gase, als Kohlensäure, Sauerstoff, verhalten sichganz wie Dämpfe; auch sie entwickeln sich nur an der Oberflächeund werden in den Flüssigkeiten von geringer Spnaphie längerzurückgehalten.

Bewegungen, welche bei der Bildung der Tropfen entstehen.

§. 133. Ein auf Quecksilber oder Wasser gebrachter Oeltro-pfen dehnt sich nach allen Seiten mit gleicher Stärke aus. Dieschwimmenden Theilchen werden daher nach dem Rande gedrängt;aber die Mitte des Tropfens bleibt beinahe in Ruhe. Bringt manein mit Aether getränktes Stückchen Zucker, geöltes Papier, öligeSamen, oder wo der Vorgang am deutlichsten ist, eine Flaumfeder,die an einer Seite geölt, an der andren rein ist, auf's Wasser, sohört die Gleichförmigkeit der Verbreitung auf, und die Feder be-wegt sich von der Seite ab, wohin die Ausbreitung des Oeles amstärksten ist. Mit der fortschreitenden Bewegung verbindet sich hier,wie gewöhnlich, eine rvtatorische. Beide sind von vielen Zufällig-keiten abhängig und sehr unregelmäßig. Weil man sie zuerst anstark riechenden Oelen beobachtet hatte, so schrieb man sie demAufsaugen und Ausströmen eines Riechstoffes zu, wie Drapar-naud, P. und B. Prevost. Aber schon Venturi und Cara-dori erklärten sie ganz richtig durch den Gegenstoß, den ein Körpererleidet, der nach den diametral entgegengesetzten Richtungen nicht mitgleicher Intensität wirkt, und der in allen ähnlichen Fällen, in demGebiete der Prosaphie z. B. bei den Tropfen im leideufrostschenVersuche, eine Bewegung hervorbringt.

Wenn man auf einen Wassertropfen, der anf Quecksilber oderGlas liegt, Acther bringt, so umfließt dieser schnell das Wasser und