Berührung, äußere Fläche. 158
Zweiter Abschnitt.
Cohärenz im Conflict der Aggregatzustände.
§. 140. Die Aggregatzustände hängen hauptsächlich von derTemperatur ab. Der feste Zustand kann bei keiner Temperaturbestehen, welche eine für jeden Stoff constante Höhe überschreitet.Jeder Körper kann ferner nur bis zu einem von der Temperaturabhängigen Maximum der Dichtigkeit als Dampf exiftiren. Beigrößerer Compression wird er fest oder flüssig.
Beide Bedingungen sind negativ. Wenn ein fester Körpersich nicht über eine gewisse Temperatur erwärmen, ein Dampf sichnicht unterhalb einer gewissen Grenze abkühlen läßt, so folgtdaraus noch nichts über die Grenzen des liquiden Zustandes. Inder That hat dieser keine scharfe Grenzlinie und kann sich in denBereich der benachbarten Aggregatzustände ausdehnen. Dieses Ue-bergreifen des Flüssige» hängt nun nicht mehr unmittelbar von derWärme ab, sondern zum Theile von dem Volumen, und vor allemvon der Cohäsion zwischen heterogenen Körpern.
Alle Veränderungen, welche die Cohäsion in demAggregatzustande veranlaßt, bestehen nicht in einer Ver«änderung der Bedingungen, bei denen ein Stoff fest oder gasig ist,sondern bloß in einer Erweiterung der Grenzen desflüssigen Zustandes.
§. 144. Die heterogenen Körper wirken auf zweifache Weiseauf einander.
I. bloß durch Berührung der Oberflächen;
II. durch Wechselwirkung im Raume, durch physische Ver-bindungen.
I. Einfluß der Berührung heterogener Körper aufdie Aggregatzustände.
Berührung an der äußeren Fläche.
§. 142. Nach Beobachtungen, die ich §. 122. mitgetheilthabe, verbreiten sich Kampher, Phosphor, Metalle u. s. w.auf Quecksilber und Wasser, bei Temperaturen, die niedriger sind,als ihr Schmelzpunct. Die Verbreitung setzt das Aufhören desfesten Zustandes voraus. Die Prosaphie der Flüssigkeit hat daher