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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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154 Cohärenz der Flüssigen, Aggregatzustände.

wie eine Erhöhung der Temperatur gewirkt, ohne jedoch die Tem-peratur selbst in einem zum Schmelzen hinlänglichen Grade zuerhöhen.

Dasselbe ist der Fall bei den §. 72. betrachteten Membranenaus Seifenwasscr, die bei —6° fortfahren eine dünne Haut zu bil-den, sich in keiner ihrer Eigenschaften von der in einer höhernTemperatur gebildeten unterscheiden, und daher wahrscheinlich nichtaus Eis und Seife, sondern aus Wasser und Seife bestehen. Auchin den wasserhaltigen porösen Stoffen, in Erde, in organischenProdncten, die einer Temperatur unter 0 ° ausgesetzt werden, friertnicht alles Wasser.

Auch außerhalb des Gebietes der Cohäsion finden sich Beispielevon Körpern, die unterhalb ihres Fricrpunctes flüssig sind, z. B.Wasser, und in noch höherem Grade, Schwefel, Phosphor, selbstMetalle. Auch die Ucbersättignng von schwefelsaurem Natron undandren Salzlösungen gehört hicher. Aber in allen diesen Fällenreicht es hin, die flüssigen Körper mit einem gleichartigen, bereitserstarrten zu berühren, um den ungewöhnlichen Zustand, in dem sichdie Masse befindet, aufzuheben. Durch die Prosaphie dagegen wirdder flüssige Zustand nicht nur in einer sehr niedrigen Temperaturbeibehalte», sondern sogar aus dem festen hervorgebracht, was, dieAuflösungen oder chemische Verbindungen ausgenommen, auf keineandre Weise möglich ist. Den Körper aber über den Schmelzpuncthinaus in einem festen Zustande zu erhalten, vermag selbst die Co-häsion nicht.

§. 143. Wie in den Bereich des festen Aggregatznstandes,so erstreckt sich die Flüssigkeit durch Vermittelung der Cohäsionauch in den luftförmige» hinüber.

Die Dämpfe von Ammoniak, Salzsäure, Alkohol, ätherischenOelen, besonders aber von Aether, schlagen sich auf die Oberflächevon Wasser oder Quecksilber nieder, lange ehe sie ihr Marimumerreicht haben, und bilden darauf eine Haut, die sich ungeachtetihrer starken Verdampfung eine Zeitlang erhält (§. 119.). Ebenso verfährt der Wasscrdampf. Schon Saussure (Hygrome-trie. p. 124.) hält es für unzweifelhaft, daß sich der Wafferdampf aufGlasnoch vor seiner Sättigung ablagere. Gaylussac (Xim. Oll. kii. XXI. p.92.)hati. I.1815. derAkademie zu Paris Erfahrungen mitgetheilt, auswelchen hervorgehen soll, daß die Lust einen Theil der Wasserdämpfe vor