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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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159
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Adsorption der Flüssigen, Zersetzung. 159

weil die engen Kanäle den Flüssigkeiten keinen hinlänglich freienSpielraum für ihre Bewegungen gestatten.

Zersetzung physischer Verbindungen durch Adsorption.

§. 150 . Die Trennung beschränkt sich jedoch nicht auf Ge-menge, die nur durch das schwache Band der Prosaphie zusammenhal-ten, sondern es werden auch physische Verbindungen zersetzt, derenBestandtheile zwar durch ein der Prosaphie verwandtes, aber weitkräftigeres Band an einander geknüpft sind. Bringt man z. B.eine Jndigoauflösung in Schwefelsaure auf Papier, so wird sich dieFärbung auf einen gewissen Raum beschränken und über diesen hin-aus enthält das Papier zwar noch Flüssigkeit, aber keinen Farbe-stoff mehr. Dasselbe findet sich bei mehreren andren, auch nichtgefärbten Auflösungen.

§. 151 . Bringt man Kohle, Eiweiß und ähnliche Stoffein Weingeist, in dem ein Del aufgelöst ist, so saugt sich dasDel in die Kohle u. s. w., und der Weingeist bleibt rein zurück.Auf eine ähnliche Weise werden Wasser-, Salz- und Zuckerlösungenvon einer Menge beigemischter Stoffe befreit, und die Salzlösun-gen selbst zuweilen gesetzt. Dieses geschieht nach Graham, derdie besten Versuche darüber angestellt hat, bei salpetersaurem Silber,Blei und Zinn, bei essigsaurem Blei, salzsaurem Silberoryd-Am-moniak, schwefelsaurem Kupfcroryd-Ammvniak, Bleioxyd-Kali, Zinn-oxyd - Ammoniak, wo das Metall sich ganz oder fast ganz mit derKohle niedersankt. Bei Kochsalz, schwefelsaurem Kupfer und wahr-scheinlich bei der Mehrzahl der übrigen Salze ist keine Wirkung. DemKalkwasser, dem Chlorkalkwasser und der Zuckerlösung (Pay en)wirdder Kalk entzogen, Jod und Jodlösung, Kurkuma und Lackmuß ausdem Wasser niedergeschlagen. (Vogel.) Zuweilen ist eine chemischeZersetzung damit verbunden, z. B. eine Redaction des Metalls.Indessen scheint diese in der Regel erst einzutreten, nachdem die Kohlesich bereits mit dem Salze belegt hat, und von ähnlichen Ursachenherzurühren, wie die Haut, die sich beim Acther und andren Stof-fen bildet (§. 119 .) und wie die Producte, die in mehreren Gasen anPlatin entstehen. Der adsorbirte Stoff haftet mit großer Gewaltan der Kohle und kann natürlich nicht durch eine minder adhäri-rende Flüssigkeit entfernt werden. Alan kann sie ohne Zerstörung