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Cohärenz der Flüssigen, Aggrcgatziistände.
scheu Membran umgeben ist. Saussure und Delnc, die sichmit der Verbesserung der zu ihrer Zeit sehr unvollkommenen Hy-grometer viel beschäftigt haben, untersuchten eine Menge vonSubstanzen organischen Ursprunges, um einen Stoff zu finden, derfür die Luftfeuchtigkeit hinlänglich empfindlich und in seinem Gangegleichförmig war. Sauffure hat nur seine Beobachtungen über daSMenschenhaar, das er allen übrigen Substanzen vorzog, bekanntgemacht. Dcluc dagegen hat, in Folge eines Streites mit Saus-sure, außer den Versuche» über das Fisch dein, dessen er sich inseinen Hygrometern bediente, auch über andre Stoffe etwas ange-führt. Aus diesen und einigen zerstreuten Beobachtungen habe icheinige Resultate abgeleitet, die ich der Mittheilung werth halte.
§. 171, Alle Beobachtungen über die Verlängerung eineshygroskopischen Streifens zerfallen in drei Klassen:
1. Wo die Längsrichtungen der Streifen den großen Dimen-sionen der Popen parallel gehen.
2. Wo sie der kleinsten Dimension parallel gehen.
3. Wo kein Unterschied der Art sich findet, indem entwederdie Streifen schief geschnitten, oder die Poren nicht regelmäßig ge-lagert sind, oder der beobachtete Körper ein Aggregat mehrerer re-gellos gelagerter Theile ist.
Diese drei Klassen gehen durch Mittelstufen in einander über,und wenige Körper mögen den Charakter einer Klasse ganz reinanssprechen. Indessen kann man als Repräsentanten der erstenKlaffe das Menschenhaar, die Holzfaser, das Fischbein in seiner ge-wöhnlichen Lage annehmen; der zweiten Klaffe, Holzstreifen undFischbein, perpenviculär auf die Fasern geschnitten; der drittenKlasse, Horn, Elfenbein, Wolle, vielleicht auch Papier.
§. 172. Die Adsorption von Dampf wirkt wie die von Was-ser nicht nach allen Richtungen gleich. Am stärksten ist hie Ver-längerung nach der auf den Kanälen perpendiculären Richtungen; weitschwächer ist sie diesen Richtungen parallel. Längcnstreifen werdendaher weit weniger verlängert als Qnerstreifen, und in gewissenFällen werden sie sogar durch eine Vermehrung der Feuchtigkeit ver-kürzt^ Bei den Querstreifpn von Fischbein ist die Ausdehnung imMarimum der Feuchtigkeit etwa 0,1 der Länge, bei einem Haardagegen, wen es gut ausgelaugt ist und die Poren also von öligenStoffe» befreit sind, 0,025, uuausgelaugt nur 0,005 — 0,006.