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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Adsorptiou der Dämpfe, ihr Gang.

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je nachdem die Dampfmenge des umgebenden Raumes steigt undfällt. Aber ganz unveränderlich ist der Körper auch nach längererZeit nicht geworden, denn es sind zwei mit chemischen Processen ver-bundene Tendenzen in ihm, die beide zu einer gänzlichen Verän-derung seines Zustandes führen.

Erstlich streben die Theile des Körpers sich einander zu nä-hern und die Höhlungen zu verengen. Das Wasser entweicht aufimmer, die festen Theile werden spröde und hart und verwandtensich zuletzt in einen Moder, dessen einzelne Körnchen vielleicht krn-stalliuisch sind. Dieser Proceß wird durch lange Dürre und starkenDruck befördert, Etwas ähnliches findet sich auch nach Fouruet(Schweigg. Journ- 1831. II. p. 36S.) bei anorganischen Stoffen.Porzellanerde, Speckstein und andre Substanzen bleiben, so langesie in der Erde liegen, weich. Aber an der Luft verlieren sie nacheiniger Zeit ihre Feuchtigkeit auf immer und nehmen sie selbst inWasser nicht wieder auf. Von dem Streben aller porösen Körperdie Poren »" verengen, werde ich bei der Eohäreuz der festenKörper mehrere Beispiele mittheilen.

Die zweite Tendenz ist der ersten diametral entgegengesetzt.Die Substanzen locker» sich auf, der Zusammenhang nimmt in allenRichtungen ab, und die Masse verwandelt sich zuletzt in Gallerte.Dieser Vorgang wird besonders durch Nässe und durch häufigenWechsel von Feuchtigkeit und Tryckiijß begünstigt.

Beide Tendenzen halten sich jedoch einander größtentheils dasGleichgewicht, und es können Jahrhunderte verstießen, ehe eine der-selben entscheidend überwiegt und die Umwandlung vollendet.

§. 170. Den Grad der Feuchtigkeit eines Raumes kann mandurch, die Veränderungen im Gewicht oder in den Dimensionen des.adsorbirendcn Körpers messen. Die erste Methode scheint zuver-lässiger zu sein. Die Kohle nimmt oft 0,18 ihres Gewichtes Wasseraus der Lust auf und ein schiefriges Gestein von dem mittlerenLaufe der Wolga, das Lowitz als hygrometrische Substanz em-pfahl, sogar über 0,30. Aber diese Körper sättigen sich nur sehrlangsam mit der Feuchtigkeit und sind auch wie alle mcterrologischeJnstrümente, die auf Abwägen beruhen, unbequem. Man zog esdaher vor, die Adsorption durch die Veränderungen der Dimensio-nen zu bestimmen, bald durch die Verlängerung eines Streifens,bald durch die Höhe einer Quecksilbersäule, die von einer organi-