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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Adsorption der Gase.

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leichtesten flüssig gemacht werden können. Nach den schönen Ver-suchen von Niemann (Brandes Archiv 183l. XXXVI. p. 175.)ist die Reihenfolge der Gase nach der Leichtigkeit, mit der sie flüssiggemacht wurden, d. h. nach ihrer Conecntration, wenn man sie alsDämpfe betrachtet:

Schweflige Säure, Ammoniak, Salzsäure, Stickstoffoxydul, Koh-lensäure und Schwefelwasserstoff.

Diese Reihe ist zwar nicht identisch mit der von Sanssnre,aber sie zeigt einen so hohen Grad von Uebereinstimmung mit ihr, daß siein Verbindung mit der starken Adsorbirbarkeit der flüchtigen Flüs-sigkeiten uns wol berechtigt anzunehmen, daß die Adsorbirbar-kcit eines Gases im Ganzen um so stärker ist, je näheres seinem Max im um steht. In einigen Gasen, die noch nichtflüssig gemacht werden konnten, ist die Adsorbirbarkeit sehr schwach.Wenn man dieAdsorption mit solcher Zuverlässigkeit zu beobachten ver-möchte, daß die Beobachtuugsfehlcr gegen die ganze Adsorption unmerklichwerden, so würde man die zur Präcipitation nöthige Compression oderAbkühlung mit einiger Sicherheit aus dem Volumen des adsorbir-ten Gases ableiten könne».

Es sind also zwei Momente für die Adsorption eines Gasesoder Dampfes von Wichtigkeit, die Flüchtigkeit des gasför-migen und die Textur des flüssigen Körpers; die chemischenCharaktere beider Körper haben dagegen einen untergeordneten Ein-fluß, dessen Größe zu erkennen die bisher bekannten Beobachtungennicht genau genug sind.

§. 197. Der Zustand, in den die Gase durch Adsorptionversetzt werden, ist aus dem Vorhergehenden einleuchtend. Seit-dem die Scheidewand zwischen Gasen und Dämpfen gefallen ist,kann auch der Zustand des adsorbirten Ammoniak oder der Kohlen-säure nicht verschieden sein von dem des adsorbirten Schwefelkohlen-stoffes, Aethers und Wassers; und die bisher noch nicht liquid ge-machten Gase wird niemand von den übrigen trennen, der diedürftigen Mittel kennt, die wir in unsren Laboratorien besitzen, umKälte und starke Compressionen hervorzubringen. Ist daher dasWasser, wie ich (§. 165.) zu erweisen suchte, in den porösen Kör-pern flüssig und überzieht es die Wände der Poren mit einer Haut,welche nach denselben Gesetzen haftet, wie die Alkoholschicht aufQuecksilber oder Glas, so haben wir in dem adsorbirten Sauerstoff)