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Cohärenz der Flüssigen, Aggregatzustände.
die, wie ich zu zeigen versucht habe, wirklich flüssig ist. Kommt nunetwa das Eisen in einer großen Fläche mit dem flüssigen Sauer-stoffe in Berührung, so verbinden sie sich anfangs schwach, zuletzt,wo das Eisen durch die bei der Verbindung entstehende Wärme er-hitzt ist, mit Entwickelung von Feuer und Licht. Quarz, Glas, Pla-tina sind freilich ganz passiv gegen die auf ihrer Oberfläche sichpräcipitirenden Gase, aber auch sie befördern die Verbindung durchdie große Dichtigkeit, mit der sich die Gase auf ihrer Oberfläche tref-fen. Alle Umstände, die Wärme ausgenommen, welche die Adsor-ption begünstigen, beschleunigen auch den chemischen Proceß, z. B.eine Vergrößerung der Oberfläche in dem festen und der Dichtig-keit in dem lustförmigen Körper. Wie eine Platte von Glas undMetall den Wasserdampf vor seiner Sättigung präcipitirt (§. 113.)und nach denselben Gesetzen, nur mit einer geringeren Intensität, wieGla pulver oder Metallmoor wirkt, eben so ist eine Platiuaplattein ihrer Wirkung im Wesentlichen dem Platinaschwamme gleich.
§. 205. Die Richtigkeit dieser Ansicht müßte durch directeVersuche über die Adsorption geprüft werden können. Auch kenntman das starke Absorptionsvermögen der Kohle und weiß, daß Pla-tinaschwamm die Dämpfe von Wasser mit Begierde aufnimmt; aberüber die Adsorbirbarkeit von Sauerstoff und Wasserstoff durch Pla-tina sind die Angaben sehr verschieden.
Nach Heß kann der Platinaschwamm 292 Volumina Wasser-stoff adsorbiren; Kohlensäure, Ammoniak, Salzsäure, ölbildendcsGas und Sauerstoff dagegen adsvrbire er gar nicht. Vermuthlichist hierbei als Einheit des Volumens der Raum angenommen, dendas auf seine gewöhnliche Dichtigkeit reducirte Platina ausfüllenwürde.
Nach Döbereiner dagegen beträgt die Adsorption des fein-sten Platinaschwammes, wenn man sei» Volumen bei einem specifi-schen Gewichte von 21 als Einheit setzt, 1000 —1300 VoluminaSauerstoff. Stickstoff wird dagegen nicht in merklicher Quanti-tät, und Wasserstoff nur vermittels des Sauerstoffes aufgenommen.
Wenn auch die den Wasserstoff betreffende Behauptung Döbc-reiners nur eine Vermuthung und kein Resultat der Beobachtungist, so liegt doch der Irrthum bei Heß, obgleich ich, da das Ori-ginal seiner Abhandlung mir nicht zur Hand ist, nicht angebenkann, woraus er entspringt. Bei vielen Stoffen, die ganz wie Pla-