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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Physische Verbindungen, Flüssiges und Gas.

ption nach der §. 209. angeführten Regel vermindertwird,so kann das Gasals ein Flüssiges bei einer Temperatur verharren, die weit hoher liegtals die, wo es sich im freien Zustande präcipitiren würde. So langedaher die Quantität, welche das Wasser auflösen kann, nicht erreichtworden ist, wird die insorbirte Menge vornehmlich von dem Verhält-nisse der Elasticität des in dem Raume vorhandenen Gases zu sei-nem Maxmum abhängen, also bei einer jeden Temperatur, seinerElasticität nahe proportional sein und bei höheren Temperaturen indemselben Verhältnisse kleiner werden, als die Größe der in demRaume möglichen Gasmenge zunimmt. Von verschiedenen Gasenwerden ferner diejenigen gewöhnlich in einer größeren Quantitätausgenommen, welche durch Compression oder Erkältung ihre Gas-form leichter verlieren.

Jnsorption von Gas durch flilssige Metalle.

§. 214. Qb gasförmige Flüssigkeiten auch vorn Quecksilber in-sorbirt werden, ist ungewiß. Das Quecksilber im Barometer läßtnach einiger Zeit Luft und Wasser durch, und man war geneigt,dieses durch eine Jnsorption zu erklären. Andre meinen, daß Luftund Wasserdampf sich nur zwischen dem Quecksilber und dem Glasehindurchdrängen.

Für die erste Ansicht scheint die Jnsorption der Gase in Was-ser und andren Flüssigkeiten zu sprechen. Aber so ähnlich diese auchdem Quecksilber in allen den Thätigkeiten sind, welche auf der Ober-fläche statt finden, so sind sie doch zu verschieden von einander, alsdaß man die Analogie auch auf die im Innern wirkenden Kräfteausdehnen dürfte. Das einzige entschiedene Beispiel einer Jnsvr-ption bei einer metallischen Flüssigkeit schien sich bei dem geschmol-zenen Silber zu finden, das mehrere Volumina Sauerstoff aufnimmt,die es im Moment des Erstarrcns wieder fahren läßt und dadurchdas Spr atzen verursacht. Aber dieses ist nach Gaylussac (Xnn.Ob. kb. 1830. XOV. p. 221.) keine Jnsorption, sondern eine che-mische Verbindung. Eine so starke Jnsorption eines schwer insor-birten Gases, wie Sauerstoff ist, bei einer so hohen Temperatur, wiedie des schmelzenden Silbers, würde übcrdieses allen sonst bei derJnsorption vorkommenden Bedingungen widersprechen. Dagegenfinden sich viele Beweise von dem Durchdrängen eines gasförmigenStoffes zwischen Glas und Quecksilber (Siehe Diffusion der