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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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215
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Feste Wände, Röhren.

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§. 231. Ganz damit übereinstimmende Resultate hat Girardbei Wasser, mehrern Salzen, Essig und Weingeist gefunden.

Auf die größere Beweglichkeit der Flüssigkeiten in höherer Tem-peratur beruhen auch einige Bewegungen, welche Raspail undDuckrochet bei Weingeist oder Wasser in Röhren beobachtet ha-ben und jener gar nicht, dieser nicht ganz richtig erklärt hat. DenndaS Licht für sich, ohne die Wärme, hat, einige chemische Processeausgenommen, gar keinen Einfluß auf die Lage oder die Beschaf-fenheit der Körper.

In Versuchen, dieSchübler und Bentsche in ihrem Visco-simeter angestellt haben, d. h. einem Instrumente, wo die Klcbrig-kcit eines Flüssigen durch die Geschwindigkeit seines Ausflusses ge-messen wird, reichte eine Temperaturerhöhung von 7°,5 hin, umden Ausfluß vieler Oele um 0,3 oder 0,5 zu vermehren. Indessenwirkte die Wärme hier nicht bloß auf dieselbe Weise wie bei demWasser, sonder» auch aus einem andren Grunde beschleunigend. DieOele sind keine homogenen Flüssigkeiten, sondern Gemenge von zweioder mehreren Stoffen, von denen der festere zum Theil in dem flüs-sigen aufgelöst, zum Theil aber bloß suspendirt ist. Das letzteverursacht eigentlich die Klebrigkeit. In einer erhöhten Temperaturwird nicht nur die Beweglichkeit des flüssigen Theiles vermehrt,sondern auch von dem noch festen ein Theil aufgelöst.

Dasselbe gilt von den Versuchen von Schlumberger undDvllfuß mit arabischem Gummi, Stärkemehl u. dgl. in einemähnlichen Instrumente.

§. 232. Ueber die relative Geschwindigkeit bei dem Ausflüsseverschiedener Flüssigkeiten hat schon Bua t einige Beobachtungen an-gestellt; aber die genauesten und zahlreichsten sind von Girard,von denen auch ich einige wiederholt habe. Girard's Versuche habeich auf folgende Weise berechnet: Seine Temperaturen, die über denRaum von 0 " — 90° O. unregelmäßig zerstreut sind, habe ich durcheine Interpolation, welche nur auf die nächsten Glieder Rücksichtnahm, so weit es mit einiger Zuverlässigkeit geschehen konnte, aufTemperaturen reducirt, die sich durch 5 theilen lassen. Bei 30"waren fast alle Flüssigkeiten »mittelbar beobachtet. Ich habe daherdie Ausfluß-Zeit für diese Temperatur — 1 gesetzt und die Beob-achtungen der übrigen Temperaturen darauf reducirt. Wo keineBeobachtung bei 30" war, habe ich sie interpolirt und die übrigen