214 Cohärenz der Flüssigen, Bewegung.
der Cohäsion wichtige Momente auffassen. Unter diesen nimmt dieTemperatur unser Interesse am meisten in Anspruch.
§. 230. Ueber den Einfluß der Temperatur hat Gerft-ner die ersten genauen Versuche angestellt, aus denen ich Folgen-des abgeleitet habe.
In seinem Rccipienten sank das Wasser zuerst von der Druck-höhe von 282 Millim. auf 150 Millim. herab. Die Ausflußzeit,für die man die mittlere Druckhöhc auf 216 Millim. setzen kann,sei m.
Das Wasser sank dann von 150 auf 18 Millim. herab, unddie Ausflußzeit bei der mittleren Höhe von 84 Millim. sei u.
in und n wurden bei 5" und bei 37 Vr 0. mittlerer Tempe-ratur beobachtet und waren kleiner bei der Hähern Temperatur.
Die beiden letzten Rubriken der folgenden Tabelle enthaltendas Verhältniß der Ausflußzciten von 5" und 37 Vs, bei der mitt-leren Höhe von 216, und dasselbe bei der mittleren Höhe von 84Millim.
Nummer
des
Versuches.
Röhren.
Druckhöhe.
Millim.
Durchm. j LängeMillimeter.
216
84
1
1,76
270
2,16
2,42
2
83
256
1,51
1,80
3
3,14
256
03
13
4
52
870
26
73
S
66
203
03
13
6
5,27
S 1,660
03
25
Die Zahlen der beiden letzten Rubriken geben ein Mittel andie Hand, den Einfluß der Wärme zu schätzen.
Dieser ist größer bei einer kleinern Druckhöhe.
Aus einer Verglcichung der Versuche 1 und 2; 3, 4 und 5geht hervor, daß der Einfluß der Wärme iu länger« Röhren grö-ßer ist. Aus der Verglcichung von 1 und 4; 2 und 3, daßer bei wettern Röhren kleiner ist. Also im Ganzen wird der Ein-fluß der Wärme durch dieselben Bedingungen größer, welche dieBewegung verzögern. Daß er bei 3, 5 und 6 fast gleichförmig ist,rührt davon her, daß der Einfluß der größern Weite durch den ent-gegengesetzten der größer» Länge ausgeglichen wird.