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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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219
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Feste Wände, Röhren.

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schredenheit in der absoluten Ausstußzekt eine sehr nahe Ueberein-stimmung in dem Gange der Veränderungen; die thermischen Ver-hältnisse sind, wie ein Blick auf die Tabelle zeigt, ganz unabhängigvon dem Frier- und dem Siedpuncte der Flüssigkeiten, und viel-leicht auch vcn dem specifischen Gewichte. Es ist wahrscheinlich, daßes sich bei verschiedenen Temperaturen einem gewissen Marimumnähert, das zwar niemals ganz erreicht wird, dem sie aber destonäher stehen, je enger die Röhre ist. Dieses Marimum, welches ichdas finale thermische Verhältniß nennen will, ist für allebenetzende Flüssigkeiten gleich; aber die Annäherung an dasselbe istfür verschiedene Flüssigkeiten von ungleicher Geschwindigkeit. Beidem Wasser ist sie weit langsamer, als bei dem Weingeist, der ihmschon bei einer Röhre von 4 Millim. Weite so nahe steht, wie dasWasser bei 2 Millim. und weniger. Bei der Uebereinstimmung, die inunserer Tabelle zwischen den thermischen Verhältnissen verschiedenerFlüssigkeiten statt findet, ist zu vermuthen, daß die Zahlen von demfinalen thermischen Verhältnisse nicht mehr weit entfernt sind.

§. 234. Diese Gleichförmigkeit in den thermischen Verhält-nissen erhebt die Zahlen der letzten Reihe der Tabelle zu einer gro-ßen Wichtigkeit. Sie sind fast unabhängig von den Dimensionender Röhren, sobald diese eine gewisse Grenze erreicht haben, vonder Geschwindigkeit des Ausflusses und selbst von der Temperatur,und beziehen sich bloß auf die Beschaffenheit der Flüssigkeit und dieSubstanz der Röhren. Aber auch diese ist ohne Einfluß, wenn,wie es den Anschein hat, die Ausflußzeit in Glas und Metallgleich groß sind. Es bleibt daher bloß die Wechselwirkung der flüs-sigen Theile selbst und die Kraft ihrer Anziehung an die benetzteWand übrig, und es würden die Verhältnisse der Ausflußgeschwin-digkeiten für die Bewegung dieselbe Wichtigkeit haben, welche dieSynaphie für die Ruhe hat.

§. 233. Schon Buat wußte, daß das Wasser durch Haar-röhren mit größerer Geschwindigkeit geht als Salzlösungen und diesemit einer größeren als Alkohol. Dieses wird von Girard be-stätigt. Von den verdünnten Salpcterlösungen abgesehen, derengrößere Ausflußgeschwmdigkeit nur scheinbar ist, steht das Wasseran der Spitze der Reihe, seine Bewegung ist am schnellsten. Amlangsamsten bewegen sich Weingeist und Terpentinöl. Zwischen bei-den stehen die wässerigen Lösungen von Essigsäure, Zucker und