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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Cohärenz der Flüssigen, Bewegung.

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kann daher noch nicht mit Zuverlässigkeit über das relative Verhal-ten eines suspendirten Stoffes gegen zwei Flüssigkeiten entscheiden.

§. 244. Es bildet sich also in dem Innern des Gemengeseine sehr große Anzahl von partiellen Strömungen. Die suspen-dirten Theile senken sich, drücken die unter ihnen befindliche Flüssigkeitmit hinab und zwischen ihnen steigt ein andrer Theil der Flüssigkeitauf. Wenn alle festen Theilchen genau von gleicher Größe undgleich vertheilt wären, so würden diejenigen immer in einer Hori-zvntalebene verharren, welche sich einmal darin befinden. Sind aberdie Theilchen von ungleicher Größe, so wird die Stellung dernach unten gehenden Ströme hauptsächlich von den größeren bestimmt.Die in ihren Intervallen aufsteigenden Ströme führen leichtereTheile mit sich fort; aber wenn diese in die Nähe der größerenkommen, so werden sie meistenthcils wie von einem Filtrum zu-rückgehalten werden. Dadurch vergrößern sich die Theilchen undwerden dem Auge einzeln sichtbar, wenn sie auch am Anfange derPräcipitation mikroskopisch waren. Es findet sich daher bei allenNiederschlügen der merkwürdige Umstand, daß, sobald die Präeipi-tation eine kurze Zeit gedauert hat, die Menge der aufgelöstenfesten Theile nicht allmälig von unten nach oben hin abnimmt; son-dern es bildet sich eine ziemlich scharfe Grenzfläche zwischen demGemenge, das nach unten hin nur wenig an Dichtigkeit zunimmt,und einer oberen von festen Theilen beinahe freien Schicht.

Diese Grenze sinkt anfangs mit etwas beschleunigter Geschwin-digkeit herab, die aber allmälig abnimmt, gleichförmig wird, undzuletzt so langsam wird, daß viele Stunden verfließen, ehe dieSenkung merklich zugenommen hat.

§. 245. Die Wärme beschleunigt den Absatz in sehr vielenFällen, theils aus dem oben angegebenen Grunde, theils weil siedie Vergrößerung der Theile erleichtert. Das letzte nimmt manbei sehr vielen chemischen Präcipitaten wahr, die anfangs selbst mitder Lupe unsichtbar, wenn sie erwärmt werden, sich zu Flocken vonmerklicher Größe vereinigen. Vielleicht rührt dieses davon her, daßin höheren Temperaturen die flüssige Schicht weniger stark an diefesten Theile haftet, und leichter von andren Theilchen verdrängtwird, die sich nun an jene anlegen und durch Adhäsion fest gehaltenwerden können.

Die Beschleunigung des Absatzes durch Wärme beobachtet man