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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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227
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Absatz von Pulver- 227

thesen nicht, womit Girard diese Erscheinung zu erklären ver-sucht hat.

§. 243. Auf das Schweben der festen Theile sind folgendeUrsachen von Einfluß:

1) Das specifische Gewicht des festen Körpers wird vermin-dert. Es sei V sein Volumen, (>i und sein und der Flüssigkeitspecifisches Gewicht, so ist die Fallkraft V (?r—-(>). Je kleiner dieseDifferenz ist, desto langsamer ist das Fallen. Bei gleicher Cohgsionund Große werden Metallthcile schneller fallen, als Thontheile undin Salzlösungen langsamer als in Wasser.

2) Der feste Körper kann sich nicht senken ohne eine SäuleFlüssigkeit, die unter ihm ist, mit fortzuführen. Diese Mittheilungseiner Bewegung an die Flüssigkeit ist die vornehmste Störung,welche der feste Stoff in seinem Niedersenken erfährt. Gesetzt dasGewicht der fortgestoßenen Wassertheilchen ist 10 mal so groß wiedas Gewicht des festen Thoilchens, so wird seine Beschleunigung nur Vilvon derjenigen sein, welche aus der Formel V ((n—(>) hervorgeht.Ich will keine Vermuthung aufstellen über die Länge dieser Säule;aber ihr Gewicht wird der Oberfläche des Thcilchens beinahe pro-portional sein. Da aber die Masse in Körpern von ähnlicher Ge-stalt wie der Kubus der Längendimensionen wächst, die Oberflächenur wie das Quadrat, so ist das Gewicht der Wassersäule den Län-gendimensionen proportional. Die Fallbeschleunigung eines Kügel-chens von 0,001 Millim. Durchmesser ist daher 100 mal so groß,als die eines andren von 0,1 Millim. Daher die sehr geringe Ge-schwindigkeit, mit der sich Präcipitate von Kohle, Silber und Goldaus verdünnten Auflösungen absetzen.

3) Wenn die festen Theile sich senken, so müssen die flüssigenaufsteigen. Aber die Intervalle, welche jene zwischen sich lassen, sindsehr eng, oft noch kleiner als ihr eigener Durchmesser, und dieFlüssigkeit hat alle Hindernisse zu überwinden, welche auch in engenRöhren ihre Bewegung so sehr verzögern.

4) Bei einer gleichen Fallkraft wird daher der Absatz in einerFlüssigkeit von starker Synaphie schneller von Statten gehen; imWasser schneller als im Weingeist und in Salzlösungen.

5) Die Wärme wird die Präcipitation beträchtlich beschleunigen.

Man ist jedoch noch weit davon entfernt, den Einfluß der letz-ten vier Momente der Quantität nach bestimmen zu können, und

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