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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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230
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L30 Cohärcnz der Flüssigen, Bewegung.

als Gallerte von der Eonsistenz des Wachses bis zu der des Har-zes ausscheiden. Ihre Theile sind so klein, daß man sie oft nichtmit dem stärksten Mikroskope einzeln erkennen kann, und ihre Pros-aphie an das Flüssige ist wahrscheinlich stark. Dahin gehören Kie-selerde und Kiesclsalze, Kalk, Strontian, Eisen-, Kobalt- und Nickel-oxyde, Schwcfelverbindungcn; mehrere organische Säuren, wie Klee-säure, Schleimsänre, Ouellsqure; die festen Oele, welche mit denflüssigen, in denen sie zum Theil suspendirt, zum Theil aufgelöst sind,unsre natürlichen und wahrscheinlich auch einen Theil unsrer für che-misch rein gehaltenen Oele bilden; mehrere Metalloxyde, die inOelen snspendirt sind. Viele Metalle verhalten sich ganz auf die-selbe Weise gegen das Quecksilber, von welchen sie sich schon durchPressen, d. h. ein mit einigem Druck verbundenes Filtriren, größteu-theils trennen lassen und also darin nicht aufgelöst sind.

Zuweilen sind beide Gemengtheilc flüssig, wie Oel und Was-ser, oder Quecksilber und Wasser oder Oel in der grauen Haut,die sich an der Oberfläche von feuchtem Quecksilber bildet. Hierliegen die Ursachen der Dickflüffigkeit und des Fadenzieheus amTage; in den meisten andren Fallen rührt sie von ähnlichen Ursachenher. Das einzige Beispiel von eines wahren Dickflüffigkeit, die mannicht auf Beimengung reduciren kann, bietet der Schwefel in einergewissen, zwischen seinem Schmelz- und seinem Siedpuncte liegen-den Temperatur dar. Oder sollte es auch hier nur ein Gemengeder beiden isomorphen Schwefelarten sein?

§. 248. Die Versuche sind in sehr geringer Anzahl. Dievon Girard ausgenommen, auf welche das oben (§. 23g.) ge-sagte ebenfalls feine Anwendung findet, sind es bloß gelegentlicheBemerkungen der Chemiker. Eiyige Beobachtungen, theils neue,theils Bestätigung älterer, habe ich selbst gemacht.

Girard A4öm. ckv l'^eucl, 1819. IV. p. 1—98.

G. Rose Analytische Chemie, dritte Auflage.

I. Herschel ^,m. 0I>. 1>k. 1832. Illl P- 309.

111. Bewegungen, welche mit der Auflösung eines Flüs-sigen verbunden sind.

§. 249. Wenn zwei Gefäße mit gleichartigen Flüssigkeitendurch einen engen Kanal, der beständig gefüllt bleibt, mit einanderzusammenhangen, so ist nur die Zeit, welche zur Erlangung des