Diffusion der Flüssigen.
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Gleichgewichtes nothwendig ist, von dem Dasein und den Dimensio-nen des Kanales abhängig, aber nicht der endliche Zustand derFlüssigkeit selbst. Zwar kann der Kanal so eng sein und die Rei-bung so groß, daß die von dem Streben nach dem hydrostatischenGleichgewicht herrührende Bewegung nnmerklich wird; aber wahr-scheinlich wird sie von keinem Kanale, so lang und eng er seinmag, gänzlich aufgehoben.
Befinden sich in den beiden Recipienten verschiedene, aber miteinander mischbare Flüssigkeiten, z. B. Wasser und eine Salzlösung: sowerden sie ihre Bestandtheile gegen einander austauschen, die Lö-sung wird in das Wasser, dieses in die Lösung treten; aber derSchwerpunkt der einzelnen Theile, wo dieses geschieht, und daherauch der Schwerpuct der ganzen Masse, und die von den hydro-statischen Ursachen abhängigen Bewegungen können dadurch keineVeränderung erleioen.
Wirken aber nicht bloß die Flüssigkeiten auf einander ein, son-dern auch die Ränder des Kanals, an welche etwa die eine Flüssig-keit sich lehnt und die andre an sich zieht: so kann es geschehen,daß einer der beiden Bestandtheile sich hauptsächlich oder ausschließlichbewegt, und eine Strömung von einem Recipienten in den andernstatt findet. Diese unter Mitwirkung einer festen Wand eintretendeMischung zweier Flüssigkeiten will ich, da sie noch keine passendeBenennung hat, Diffusion von Flüssigkeiten nennen, nachder Analogie der in der Einleitung (§. 26.) betrachteten ver-wandten Erscheinung bei Gasen.
Diffusion.
§. .250. Beide Bewegungen zwischen den mit einander verbun-denen Recipienten, welche zur Herstellung des hydrostatischen sowohl,wie des physischen Gleichgewichtes zwischen den getrennten und he-terogenen Flüssigkeitsmassen führen, und die am stärksten sind, wennbeide Flüssigkeiten in ei» Gefäß gebracht werden, werden um so mehrverzögert, je größer die Länge des Kanals und je kleiner die Summe derQuerschnitte ist. Allein die Gesetze der Verzögerung sind in beidenFallen verschieden. Die hydrostatische Bewegung ist unter zwei Appa-raten, wo die Summe der Querschnitte der Kanäle und ihre Längegleichförmig ist, in demjenigen kleiner, wo die Kanäle enger sind.Die Diffusion dagegen hängt entweder bloß von der Summe der