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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Elasticität der Festen.

sion der umgebenden Flüssigkeit kennt, kann man auf diese Art dieSpannkraft aller festen Körper prüfen, selbst derjenigen, welche manniemals in eine Form bringen kann, die sie zu Versuchen andererArt tauglich macht. Aber bis jetzt ist sie noch bei keinem einzigenKörper auf eine paffende Art angewendet worden. " Auch bietet sie,da die festen Körper im Durchschnitte weniger compressibel sind,als die Flüssigkeiten, eine etwas kleinere Genauigkeit dar, als beiWasser und ähnlichen Stoffen.

2) Dehnen. Ein Stab ist an seinem oberen Ende.befestigt,an seinem untereil zieht ein Gewicht. Seine Verlängerung ist sei-nem Querschnitte proportional. Diese muß daher sehr gleichförmigund genau bekannt sein. Die Verlängerung ist übcrdieß nurschwach. Während die Längendimension vergrößert wird, werdendie Querdimcnsionen verkürzt.

3) Biegen. Ein Stab ist an einem Ende in horizontalerLage befestigt und wird an dem andren Ende durch ein Gewichtherabgedrückt; oder er liegt an beiden Enden auf einer Hinterlageund wird in der Mitte durch ein Gewicht herabgezogen. Man mißtdie Senkung des Endes oder der Mitte. Wenn er an beiden En-den fest ist, so sind seine Theile sämmtlich ausgedehnt- Ist er aberbloß an einem Ende fest, oder liegt er mit beiden Enden frei auf,so sind die Theile an der coNcaven Seite der Krümmung compri-mirt, aü der cvnvercn dilatirt; zwischen beiden ist eine Fläche, wodie Theile ihre natürliche Dichtigkeit behalten haben: Dem drücken-den Gewichte steht also eine zweifache Kraft im Zniieril entgegen,das Streben des obern Theiles sich zusammenzuziehen, und des un-teren sich auszudehnen. Die Erscheinung ist also complicirt. Siewird es noch Wehr dadurch, daß die Befestigung eines Endes ihreWirkung noch über den unmittelbar befestigten Theil hinaus erstrecktünd die Bestimmung der Länge des Stabes erschwert, und daß,wenn der Stab lose aufliegt- er sich wahrend der Krümmung ausder Unterlagt öerschiebt.

4) Drehen. Der Stab ist am oberen Ende in vertikalerLage befestigt und wird mittels eines in der Nähe des untern En-des angebrachten Hebels um seine perpendiculäre Achse gedreht.Man mißt den Dogen, um den der Stab durch eine gewisse Kraftgedreht wird. Die Messung kann hier mit einer größeren Genauigkeitvorgenommen werden , als beim Biegen und Dehnen, aber in dem