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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Krystallophysik.

welchen zwei die größte und kleinste Veränderung erfahren, behaltenihre Lage gänzlich bei. Sie sind darin den Knotenstellen beiSchwingungen gleich, die selbst in Ruhe bleiben, aber die stärksteSpannung zu erleiden haben. Diese drei Linien können Elaftici-täts-Achsen, oder um Verwechselung zu vermeiden, akustische Ach-sen heißen. Wenn ihre Lage, ihre Größe und ihre Veränderun-gen bekannt sind, so kann man leicht die Veränderungen berech-ne», welche jede andre Linie erfährt.

§. S7. In den Krystallsystemen mit rechtwinkligen Achsenfallen die akustischen mit den krystallpgraphischen zu-sammen. In dem tesseralen Systeme werden die relative Lageund Größe der Linien gar nicht geändert. Sie verhalten sich gegendie Druckkräfte wie bei Körpern ohne Unterschiede in der Cohäsion.Achsenlose .Krystalle.

In den tetragoualen und hcragonalen Systeme» hän-gen alle Veränderungen einer Äuic von dem Winkel zur krystallo-graphischen Hauptachse ab und sind in zwei Linien, deren Neigunggleich ist, ebenfalls gleichförmig. Einachsige Krystalle.

In dem rhombischen Systeme lasse» sich alle Verändert»!,gen als Funktionen von zwei Winkeln ansehen, welche eine Rich-tung mit Zwei in dem Krystalle festen Linien macht, etwa mit zweikrystallographischen Achsen. Von den Kreisen, die durch den Mittel-punct eines kugelförmigen rhombischen Krystalls gelegt werden können,behalten nur die durch die Achsen gelegten ihre Lage, und nurzwei andre, durch die mittlere der 3 rechtwinkligen Achsen undeine andre ihr am Elasticität gleiche Linie gelegten Kreise behaltenihre Gestalt bei. Zweiachsige Krystalle.

Daß auch indem m on oklin isch e n und triklinischen Sv-stcme die Linien, welche die kleinsten und größten Veränderungenin der Größe erfahren, senkrecht anf einander flehen und in Ver-bindung mit einer dritten perpeudiculären Achse die bei dem rhom-bischen Systeme erwähnten Erscheinungen haben, ist bis jetzt wederdurch Rechnung noch durch den Versuch erwiesen. Sollte dieser Beweisaber einmal geführt werden, so hätten die akustischen Achsen garkeinen unmittelbaren Zusammenhang mit der Krystallrcibe, da inLiesen Systemen drei auf einander rechtwinklige Normalen oderKanten unmöglich sind.