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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Rückblick.

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wurde» conver, die andren concav. Es ist zu vermuthen, daß dieDurchgangsflächen in der Regel concav werden; allein meine Ver-suche sind nicht zahlreich genug, um es zu entscheiden; denn es istnicht leicht, das Auflösungsmittel gleichförmig zu erhalten.

In dem verschiedenen Reactionsvermögen der Krystallflächenliegt wahrscheinlich der Grund von der Beobachtung Faraday'siMilo«. Tran-met. 1834. Pogg. Annal. XXXIII. x. 186.), daß Kry-stalle von kohlensaurem, phosphorsaurem oder schwefelsaurem Natron,die, so lange sie unverletzt waren, ihre Flächen Jahre lang an derLuft glänzend erhielten, sobald man sie ritzte, sich mit einer vonder verletzten Stelle ausgehenden Efflorescenz bedeckten.

§. 98. Wenn eine Salzlösung, aus welcher ein Theil desSalzes auskrystallisirt ist, sich längere Zeit selbst überlassen bleibt,so bringt der Wechsel der Temperatur zuweilen Störungen in denKrystallisationsproceß. Die gebildeten Krystalle werden theilweisewieder aufgelöst, und abgerundete Salzkörner sind mit gewöhnlichenKrystallen vermengt. Diese habe ich sogar in den krystallisiren-den Tröpfchen unter dem Mikroskope wahrgenommen. Neben dermechanischen Abreibung mag diese partielle Auflösung der Haupt-grund von der Verbildung der Oberfläche in natürlichen Kry-stallen sein.

Rückblick auf die Krystallophysik.

§. 99. Sämmtliche relative Eigenschaften der Krystalle habenihren Berührungspunct in der Krystallform. Alle krystallographischgleichen Linien, die Hemiedrie eingeschlossen, sind auch in ihrem phy-sischen Verhalten einander gleich. In isomorphen Krystallen könnenzwar die absoluten Unterschiede der Härte, der Lichtbrechung, derAusdehnung durch Wärme in verschiedenen Richtungen sehr ungleichsein; aber sie beobachten doch, so weit man sie kennt, immer den-selben Gang, d. h. die Differenzen sind in allen isomorphen Kry-stallen positiv oder in allen negativ, so daß man in einer krystallo-graphische Gattung nur eine Krystallreihe zu beobachten braucht,um die Art der Variationen von allen der Gattung angehörigenReihen kennen zu lernen.

Die Span-nkraft und die Cohärenz sind an die Durch-gänge gebunden, d. h. an die Krystallform, und es ist sehr wahr-scheinlich, daß sie eine Funktion von ihrem absoluten Werthe in der