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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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363
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Cohärenz der Feiten.

S«3

Sechster Theil.

Eoharenz der festen Körper,

§. 1. Diese Cohärenz umfaßt alle Erscheinungen, welche sichauf eine bleibenoe Aenderung in der Gestalt und der Dichtigkeiteines festen Körpers beziehen. Es ist der letzte und schwierigsteTheil der Cohäsionslehre, derjenige, welcher sich einer wissenschaft-lichen Bearbeitung am wenigsten zu erfreuen hat. Die Mathematikhat kaum seine Schwelle betreten. Die Beobachtungen sind zwarüberaus zahlreich, aber nur in wenigen Puncten quantitativ genau.Es sind mehr gelegentliche Bemerkungen, als Früchte wissenschaft-licher Untersuchungen. Sie liegen ganz chaotisch neben einander.Es ist daher meine Absicht nicht, hier schon ein gerundetes Ganzezu geben; dieses überschreitet die vorhandenen Hilfsmittel. Ichwill nur das Gebiet der Cohärenz abzustecken und die Masse desEinzelnen zu ordnen suchen. Die Ordnung allein wird schon manch'eine Thatsache, die isolirt ganz fremdartig erscheint, aus ihreBedeutung zurückführen.

Aber die Anordnung ist schwierig. Die Erscheinungen zerfal-len nicht, wie die Cohärenz der Flüssigen, in einige charakteristischeGruppen, sondern greifen überall in einander ein. Die Wirkungist selten ein geschlossenes Factum, sie wird Ursache neuer ähnlicherWirkungen. Von mehreren Anordnungen, die sich mir darboten,schien die folgende dem Wesentlichen der Erscheinungen, am bestenzu entsprechen.

Zuerst das Gesüge, Es ist der Boden, auf dem die Cohä-sionskräfte thätig sind, zum Theil selbst ihre Ursache, immer ihr Product.Dann die Veränderungen, welche das Gesüge im Innern der festenKörper erleidet. Ich will sie Elementarbewegungen nennen.Man hat sie bisher größtenteils verkannt. Daß sie selbstständig undkräftig auftreten, wird der Inhalt des Abschnittes zeigen. Fernerdas Maß der fremden Kräfte, die zu einer gewissen Verän»derung nöthig sind. Sie combiniren sich mit den im Innern desKörpers wirkenden Kräften, und werden theils durch sie bedingt,theils erklären sie wiederum die Wirkungsweise der innern Kräfte.Zuletzt die Cvhäsion zwischen heterogenen Körpern. Wir habenalso vier Abschnitte: