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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Structur und Textur.

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Die Textur eines porösen Körpers oder eines Aggregates hängtvon der Gestalt und der relativen Größe der Poren oder der ein-zelnen Individuen ab: Bei den Aggregaten kann man drei Haupt-formen unterscheiden, die aber durch alle Mittelglieder mit einanderverbunden sind.

1) Vorherrschen keiner Dimension, Körner.

L) Eine Dimension ist kleiner, Lamellen.

3) Eine Dimension ist größer, Fasern.

Bei den Fasern und Lamellen kann nicht nur in der relativenGröße der vorherrschenden und zurückgedrängten Dimensionen diegrößte Mannigfaltigkeit statt finden, sondern auch in der Akt- wie sieneben einander gelagert find. Nicht selten ist der Körper ein Ag-gregat von Lamellen, die wiederum aus Fasern oder Körnern be-stehen.

§. 4. Die Structur ist normal, wenn jeder Theil imInnern eines Individuums für sich im Gleichgewichte ist. In die-sem Falle haben sie in parallelen Richtungen gleiche Cohäsions-krästc. So ist es in Krystallen, oder in Körpern, die wieTropfen nach allen Seiten gleiche Kräfte haben; ein Zustand überdessen Vorkommen ich hier nicht entscheiden will. Er mag vorläufigamorph heißen (Siehe §. 44.).

Abnorm ist die Struktur, wo ein Theil blöß durch seinöVerbindung mit den benachbarten in seiner Lage verharret; es istdamit immer eine Abweichung in dem Parallelismus und der Gleich-heit der Kräfte verbunden. Eine solche Abnormität findet z. B.statt bei einem krystallisirten oder amorphen Körper, der ein Ge-wicht zu tragen hat, bei einem Glimmerblättchen, das durch seineigenes Gewicht oder durch andere Kräfte gebogen, durch Anwach-sen andrer Glimmertheile in dieser Lage befestigt wird.

§. 5. Die beiden Arten von Struktur können sich mit jederTextur verbinden. Dieses giebt für das Gefüge der Körper vierArten:

1) Normal, stetig.

2) Normal- unterbrochen.

3) Abnorm, stetig.

ä) Abnorm- iinterbtöcheN.'

Bei allen diesen können die Körper chemisch homogen oderheterogen sein. Bei der unterbrochenen Textur können die Zwi-