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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Cohärenz der Festen, Gefüge.

Puncte und der gewöhnlichen Temperatur und vor allem durch dieBearbeitung beträchtlich erhöht werden muß. Diese nimmt manauch auf verschiedene Weise wahr. Ein Draht wird durch Häm-mern oder durch schwache Auflösungsmittel sehr zerfasert. Ein ge-walztes Blech wird durch dieselben Mittel in dünne Lamellen ge-theilt. Wird Schwefel um eine Kupfer-, Silber- oder Goldmünzeangezündet, so spaltet sich das Metall in parallele Blätter (Rollet),was wahrscheinlich nicht sowohl von Absonderungsflächen herrührt,als vielmehr von einer geringern Größe der Cohärenz in der Rich-tung, welche dem bei der Bearbeitung wirkenden Drucke parallel ist.Stahl, welcher schnell abgekühlt wird, wird converer und abnormer;dieses wiederholt sich bei jeder neuen Härtung und endlich brichtder Stahl.

§. 33. Sehr oft besteht das Aggregat aus heterogenen Stoffen,wobei die Individuen der Hauptmasse des Körpers durch einen oftin sehr geringer Quantität vorhandenen und als Mörtel dienenden,heterogenen Stoff verbunden werden. Trotz ihrer geringen Quan-tität haben diese Stoffe einen sehr starken Einfluß auf die Cohärcnz-erscheinungen, indem durch sie erstlich die Größe der einzelnenIndividuen sehr vermindert wird, das Ganze sich also von einerregelmäßigen Struktur noch weiter entfernt, als wenn die fremdenStoffe fehlten; zweitens indem beim Zerbrechen die Theile sichnicht bloß durch die Hauptmasse selbst von einander trennen kön-nen, sondern auch in dem Mörtel oder in der Berührungsflächezwischen Mörtel und Hauptmasse. Von den künstlichen Körpern ge-hört eine Menge von harzigen und andren Substanzen organischenUrsprungs hierher, ferner Stahl und viele Metalle und Metallegi-rungen (Karsten, Faraday und Stodart, M. Meyer). Unsre Erd-rinde besteht mit wenigen Ausnahmen aus solchen Gemengen vonzwei oder mehreren Stoffen in jedem Verhältnisse der relativenQuantität. Der rothe Sandstein z. B. ist ein Aggregat von Quarz-krystallen und selbst mikrospischen Quarzdruseu, die durch einen rothenMörtel verbunden sind. Die Nagelfluhe besteht ebenfalls aus Quarz-krystallen, welche durch einen Kalkmörtel verbunden sind, der ausdeutlichen Krystallen besteht. Leider hat man seit Leeuwenhoek(1'bilos. TiLnsnct. 1701 und 1705.) das Gefüge der Felsgesteinefast gar nicht unter dem Mikroskope untersucht und dadurch aufein für die Geologie sehr wichtiges Hilfsmittel verzichtet.