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3 (1826) Dynamie / vorgelesen im königlichen Conservatorium der Künste und Handwerke von Carl Dupin ; aus dem Französischen übersetzt
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Erste Vorlesung.

einen Schleier tragt, man sie dadurch vermeiden kann. Diesmuß geschehn indem man dadurch die Wirkung der schäd-liche» Miasmen auf die Werkzeuge des Geruchs und Ge-schmacks vermindert oder ganz aufhält.

Sprechen wir endlich von dem Werkzeuge des Geschmacks-sinnes. Man kann die Empfindlichkeit desselben vermehrenoder vermindern durch vorbereitende Mittel.

In den Künsten, wo ihr nöthig habt durch den Geschmacküber gewisse rohe Stoffe und gewisse Erzeugnisse des Ge-werbfleißes zu urtheilen, ist es wichtig zu bemerken, daßdas Geschmacksorgan nicht immer gleich gut beschaffen ist;und daß es unter andern Umstanden nur allzugut beschaffenseyn kann. (r)

Die Physik hat einen besondern Gegenstand ihres Stu-diums gemacht aus dem Mechanismus unsrer Sinne undden Werkzeugen, welche die Wirkung abändern, die sie vonden äußern Dingen erfahren; die Optik ist der Zweig derPhysik, der sich auf den Gesichtssinn bezieht; die Akustikder, welcher sich mit dem Gehörsinn beschäftigt. Man hatden Theilen der Wissenschaft, die sich mit den drei andern

(>) 2" gewissen Ländern, zum Dcispiel, wenn ein Eigenthümer sei-nen Wein verkaufen will, sorgt er immer dafür, aus bloßer Höflichkeitdem Kunden Nüsse und trockenen Käse zum Essen vorzusehen, fcmnifdie Kehle des Kostenden, recht gereizt durch solche angreifende Nah-rungsmittel, eine große Süßigkeit und einen ganz besonders herrlichenGeruch an dem Nektar des Gewächses finden möge, das man ihm an-bietet.

Man sieht hingegen Personen, die, um ihren Kindern oder Dienst-boten die Lust zu gewissen Leckerbiffeii zu benehmen, ihnen nie davonM kosten geben, als nachdem sie zuerst ihnen andere Nahrungsmittelgereich, haben, deren Geschmack macht, daß sie die sonst sehr guten Bissenoder Getränke schlecht finden, die man ihnen anbietet.

Durch eine ganz entgegengesetzte List gelingt es oft, Kinder zu bewe-gen, daß sie Arzneien von adfcheulicheni Geschmack verschlucken, indemman vorher ihre zarten Gefchmaüswerkzeuge durch etwas Zuüerwerkabstumpft.