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Erster Band.
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gemeine Sittenverderbniß ist das End - Resultat, dasden Untergang des Staats im Gefolge führt.

In unbeschränkten Monarchien kämpfen be-sondere Vorzüge noch mit eigenthümlichen Uebeln. Al-lerdings ist in denselben das Interesse des Fürsten vonjedem Privat-Interesse abgesondert und fällt daher mitdem Interesse Aller, dem Gemein«Wohl, zusammen.Denn auf die höchste Stufe der Ehre und des Reich-thums gestellt, über alle Unterthanen erhaben, bleibtdem Monarchen, von dieser Seite her, nichts mehr zuwünschen übrig: alle ehr- und geldsüchtigen Leidenschaf-ten, welche die Handlungen ganzer Classen und allerKörperschaften eben so gut, wie jedes Einzelnen leiten,sind, der Berfassung gemäß, bei ihm beschwichtigt; seinIdeal von zeitlichem Glück kann das nicht seyn, wel-ches sich der Unterthan denkt. Er kann nicht Interessehaben, den hohen oder niedern Adel, die Geistlichkeitoder irgend einen Stand der Gesellschaft auf Kostender andern zu begünstigen, die Lasten der Gesammtheitauf diese oder jene Classe zu wälzen, diesen oder jenenPersonen Vorrechte zu ertheilen, die Verdienste nachdem Stande, nach der Geburt, nach Religion u. s. w.zu belohnen, Aemter für Begünstigte zu erschaffen, anBegünstigte zu begeben, die Tugend und das Verdienstauszuschließen, wo sie sich finden mögen. Er kann nurwollen, daß sein Volk aufgeklärt sey, nicht aber, daßAberglauben und Stumpfsinn es beherrsche: er kannnichts Höheres wünschen, als daß alle Zwecke der Ge-sellschaft, Wohlstand seines Volks, Civilisation und