Sie baten daher den Kaiser Friedrich II. um Schutzgegen dieselben und um einen Schirmvogt. Beideswurde ihnen durch eine Urkunde vom Jahre 124o be-willigt, in welcher der Kaiser erklärte, „daß dieSchweizer freiwillig und als freie Leute, dieblos ihm und dem Deutschen Reiche Verehrung schuldigseyen, seinen und des Reichs Schirm erwählethätten." Nach dem Tode Herzogs Berchtold V.von Zähringen (1218) waren seine bedeutenden Be-sitzungen im heutigen Schweizergebiete an das HausKiburg und von diesem an den Kaiser Rudolph vonHabsburg gekommen. Dieser versicherte die Wald-stätte (1274): „er wolle sie als werthe Söhne zu desReichs besonderen Diensten in unveräußerlicherUnmittelbarkeit bewahren," und hielt auchWort. Kurz nach seinem Tode erneuerten sie ihren„uralten" Bund aus Besorgniß gegen den — wegenseiner Ländergier schon verschrieenen Sohn, den HerzogAlbrecht von Oestreich, und beschworen ihn. IhreBesorgniß ward nur allzubald gerechtfertigt. Albrechtglaubte nicht an das ohnehin nur gerechte Versprechenseines großen Vaters gebunden zu seyn, nicht an dieden Waldstättcn feierlichst zugestandene Unabhängigkeit.Kaum war er Deutscher Kaiser geworden, als er siedurch Intriguen und Versprechungen *) **) unter Oest-
*) Ioh. Mü lle r'L Schweizergeschichten (I,, 1g.), welchehier durchaus zur Grundlage genommen werden.
**) Er sandte die Herren oon Ochsenstein und Lichtendergin die Waldstätte und ließ sie ermähnen: „sie würden für lich