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Erster Band.
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lichkcit, über die königliche Gewalt. Wäre auch Chri-stian keines Tadels würdig gewesen; so würde er den-noch, schon um dieser dreifachen Ursachen willen, denHaß der Schweden auf sich gezogen haben. Anstattaber die Liebe der Unterthanen zu gewinnen zu suchen,vermehrte er noch ihren Widerwillen auf die unsinnigsteArt, indem er sein königliches Wort, die freiwillig er-theilte Amnestie, meineidig brach und 600 Großen desReichs, viele vor seinen Augen, niedermetzeln ließ.So erzählen wenigstens die Geschichtschreiber die Sache:doch ist es kaum denkbar, daß Christian ohne alleUrsache eine solche Grausamkeit verübt haben sollte.Ein Monarch, der die Geistlichkeit und den Adel, dieim Besitze der höchsten Gewalt sind, zu Feinden hat(und er hat sie immer, wenn er nicht ein Tropf, nichtihr einfältiger Sclave ist), wird selten von gleichzeiti-gen Schriftstellern, die nur gar zu gerne der Machthuldigen, von der sie Vortheile zu erwarten, oderNachtheile zu fürchten haben, entschuldigt werden,spräche auch Alles zu seinen Gunsten. Man darf da-her nur mit der größten Umsicht urtheilen und mußalle Umstände genau berücksichtigen. Wie dem immerseyn möge, das ist gewiß, daß „Christians ersteEinrichtungen und Gesetze nur Weisheit undMenschlichkeit athmeten. Sie hatten zum Zweck,den Zustand der Bauern, welche der Adel als Sclavenbehandelte, zu verbessern, milder zu machen. Er ver-bot dem Adel, sie zu verkaufen, und erlaubte ihnen,andere Wohnsitze zu nehmen, wenn sie ungerecht behan-delt würden. Er verbot der Geistlichkeit, neue Erwer-

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