Band 
Erster Band.
Seite
265
JPEG-Download
 

205

den Bürgern, der Ungehorsam in den Adeligen.Eben so sind es die Völker, welche das Einkommen derKönige vermehrten und herstellten, während sie durchden Adel arm wurden. — Wo der Adel dem Königediente, geschah es aus Eigennutz; und auch jetzt wirdder Ueberrcst seines Reichs lwohl die übrigen Staats-Domäiien gemeint) zur Bezahlung der angeblich „groß-müthigen" Hülfe kaum hinreichen. Wir wünschen, daßder König mächtig und reich sey, daß weder Großenoch Geringe sich ihm widersetzen dürfen; nur dazu,daß der Adel seine übertriebenen Ansprüchefallen lasse, — dazu dient unser gerechter Krieg.Nichts Unbilliges werden und sollen unsere Bevollmächtig-ten fordern; vereinigt in Milde und Güte EureStimmen mit denselben, dann wird das Reichblühen und nirgends Friede und Gehorsam fehlen." -"-)Allein der Adel verwarf die Vorschläge; der Kriegbegann, und die Städte wurden (aus Mangel an Ein-heit im Zweck und sonstigen Ursachen) durch den Siegdes gegen sie verbündeten Heers bei Villalar — unter-worfen. „Dieser kühne Versuch des Bürgcrstands —(meint Robertson) trug, wie alle unglückliche

*1 Warum nur des Adels erwähnt wird,'nicht der reichenGeistlichkeit, besonders der Ritterorden? „Wir finden fast in jedergegen die Könige erregten Unruhe die Großmeister der Or-den (die wohl nur zum hohen Adel gehörten,) unter den Häup-tern der Mißvergnügten." (Robertson).

**) AuS der trefflichen Kritik von Hucil!»i>'r 1°->t'Ioi,» fientiövolutioii-j clu 8)'xtems poltt. im Hermes, 1824, Heft 1,wo die hier,abgeschriebene Stelle aus Sandoval übersetzt stehet.

U