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glück gebracht hätten." Maximilian fiel hierauf inUngarn ein, um die Stände durch Waffengewalt zuunterwerfen. Indessen wurde aber dem König einPrinz geboren, wodurch der Frieden von I49l außerAnwendung kam. Dies veranlaßte den Frieden von1506, gemäß dessen das Erbfolgerecht des OestreichischenHauses auf den Fall des Absterbens dieses Prinzenvorbehalten blieb. Ludwig II., eben dieser Prinz,folgte seinem Vater. Trotz seines Eifers gegen -dieProtestanten verbreitete sich gleichwohl ihre Lehre inUngarn: ihre Anhänger vermehrten sich sogar am mei-sten gerade seit dem Reichstage von 1523, auf welchembeschlossen worden war, daß sie mit dem Tode bestraftund alle Bücher über Luther's Lehren verbrannt werdensollten. „Denn die Herrmannstädter (hier war derHauptsitz der Protestanten) glaubten, daß Bücher, welcheman so sorgfältig zu vertilgen suche, nicht wider-legt werden könnten": eine Ansicht, die damals zwardurch Aberglauben Bestätigung erhielt,'-') aber doch eine— selbst heute noch oft verkannte Wahrheit mit sich führt.Indessen mag wohl die Neigung der Gemahlin des Kö-nigs für die neue Lehre, — der Einfluß gebildeter Frauenauf die Sitten und den Geist der Zeit ist überall größer,
*) Gebhard'S Geschichte des Hungarischeti Reichs (>'» Gou>thrie und Gray allgem. Weltgesch. 15 Th. 2ter Band. S. 270.)Ein Psalmbuch. das ein Protestant aus Deutschland erhalten hatte,ward bei dem Verbrennen von der Flamme in die Höhe geworfen,fiel auf einen erzbischöstiche» CommiffariuS, der das Auto-da-febesorgte, und dieser, dadurch beschädigt, starb aus Schrecken.