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Erster Band.
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zeitgemäße Einrichtung. Sie versprach den Protestantengerechten Schutz, und den Anmaßungen der Geistlichkeitei« Ziel zu setzen, allein eigene Dorurtheile, — dasErbtheil von ihren Ahnen, — von welchen schon frü-her (oben Seite 42) die Rede war, und der Einflußder Geistlichkeit verhinderte die Erfüllung ihreS Ver-sprechens.

Joseph n. begann hingegen die Regierung mitdem berühmten Toleranz-Edicte. Sein edler Sinn,"seine erhellten Ansichten, die Erfahrung, die er selbstzu sammeln Gelegenheit hatte, und seine geschichtlichenKenntnisse erhoben seinen kräftigen Geist zu höherenZwecken. Allein er verkannte die niedere Stufe derVolkscültur, und hoffte vergeblich, den Fanatismus desClerus zur Vernunft zurückführen zu können. Nachthci-liger noch wirkte sein Uniformitäts-S Pstem, dassich sogar auf die allgemeine Einführung der Deut-schen Sprache erstreckte; am meisten aber die fehler-hafte Ausführung selbst der tauglichsten Anordnungendurch untaugliche Beamten. Die Ration wareben im Begriffe des Aufstandes, als er starb.

Sein Nachfolger, Leopold der Weise, fand fürnöthig, den Umständen der Zeit nachzugeben, und derAufstand unterblieb.

Das einzige Gute sowohl für das Volk, als fürOestreich, das mit dem Blute vieler Tausenden, mitdem Ruin des Landes, mit den vielen Gewaltthätigkei-ten und Grausamkeiten Leopold'ö I-, Fcrdinand's II- undUI. erkauft wurde, war die erst spät errungene Erb-Thronfolge und die Abschaffung des Wider-