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werden müssen, um von neuem das schwere Ungemachder vorigen Tage zu erdulden.
Die Minderjährigkeit und dann die wahnsinnigen Zwi-schenräumc während der Regierung C ar l's VI. veranlaß-ten, daß die Großen sich derselben, als intermistischcRegenten, bemächtigen konnten und wirklich bemächtig-ten. Schon das allein, daß es eine Regentschaft gab,war der Nation verderblich; es war ein Unheil, das,wenn auch in anderer Form, so oft republikanische Ver-fassungen begleitet und, wo es auch sonst sich einsinket,die Staaten in ihren innern und äußeren Verhältnissenzu Grunde richten kann. Aber noch nicht damit genug,führten die Zwistig leiten unter den Großen, diesich um die Regentschaft stritten, die grausamsten Be-drückungen des Volks von allen Parteien noch weitersmit sich; sie stürzten die Nation ins tiefste Elend. DieZeit des Lebens Carl's gibt uns ein treues, aber grau-senvolles Bild einer monarchischen Anarchie; dieGesellschaft schien aufgelöset. Diese Regierungsperiodcwar, nach Sully's Ausdruck, „das Grab der Gesetzeund guten Sitten."
Unter Carl VIl. kam der furchtbare Ministerial-Despotismus auf, schrecklicher noch als der auto-kratische, sogar als der aristokratische. Der zwar vonNatur gutmüthige, aber unthätige sinnliche Monarchübergab das Ruder der Regierung meistens in dieHände höchst unwürdiger Männer, die er zwar fürseine und des Volkes Freunde halten mochte, weil sieseinen Leidenschaften fröhnten, die aber nur Gewaltthatenübten, das Volk mißhandelten, die Aemter an ihre