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handelte ü, einer vor der Pairskammer gehaltenen Redeauf die Thronrede des Königs von Frankreich vorn 28.Jenner 1823 die Frage ab: ob der gegen Ferdinand VII.behauptete Zwang zur eidlichen Anerkennung der Con-stitution der Cortcs *) ein gültiger Grund sey, dieseConstitution wieder umzustoßen? und bewies, daß jederMonarch sogar in seinem cignenJntcresse einen sol-chen Einwand verwerfen müsse, weil es sonst keinen Grundgeben konnte, auch die Treue der Unterthanen for-dern zu dürfen. Sogar im praktischen Völker-rechte ist der Zwang für sich selbst keine Ursache zur
Siehe erster Band, S. 49V.
**) „ Die friedlichen Bürger sehen den Monarchen das Gesetzmit dem Scheine der Aufrichtigkeit beschwören. Man sagt ihnen,es sey Versündigung an der Majestät, an seiner Aufrichtigkeit dengeringsten Zweifel zu haben: sie sprechen nun den von ihnen ab-geforderten Eid ebenfalls nach. — Plötzlich werden sie in dieMitte der Stürme zurückgeworfen; „ihr Fürst sey nicht frei ge-wesen/' ruft man ihnen zu, „sein Eid sey ohne Kraft, und sie,—sie selbst — die den Königscid wiederholt hatten, seyen Empörer."Von Erstaune» ergriffen rufen sie mit Bitterkeit aus: „Ihr Herren der Welt! so sagt uns doch auch, ob Ihr Herren Eures Dersprechens seyd? sagt uns, welches die Kennzeichen sind, an denenwir erkennen können, welchem Eide wir gehorchen sollen,ob Ihr den, welchen Ihr jetzt eben abgelegt habt, auch von unsgehalten wissen wollt? Muß man Euch ungehorsam seyn, umEuch treu zu bleiben? oder mißfallen wir Euch, wenn wir Euchgehorchen? Um Euch zu gefallen, müssen wir Euchder Falschheit anklagen; um Euch unsere Ehrfurcht zu be-weisen, müßten wir voraussetzen, daß alle Eure Schwürenur Eurer Schwäche abgedrungen worden wären!„Woran soll sich künftig der gewissenhafte Unterthan halten?"