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Zweiter Band.
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„gnädigen Herren" sich einbilden, seinem Charakter,seinen Sitten, seinen Ansichten nicht angemessen sind:und ich könnte außer den Thatsachen, die ich bereits imvorigen Kapitel angegeben, eine Menge Verordnun-gen anführen, die der Regierung höchst nachtheilig wa-ren, weil die Unterthanen den Mißgriff immer üblerdeuten, als er beurtheilt werden sollte.

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Dies ist eine Skizze nur von den großen und man-nichfaltigen Gefahren, welche die Fürsten schon blos dar-um, weil sie Fürsten, von ihren Unterthanen isolirt undvon ihren Umgebungen, Räthen und Beamten abhängigsind, umgeben. Indessen wähnen die Monarchen nurallzuoft selbst zu regieren, während sie doch nurdie Werkzeuge ihrer Umgebungen sind: das Fenster zuTrianon, die Anerkennung des Sohnes Jakob's U.und die Regierungsgeschichte Friedrich Wilhelm's II.von Preußen mögen zum Belege dienen, und für

Die Anekdote von Louvois, dem Ludwig XIV. wegen ei-nes übel gestalteten Fensters am Schlosse zu Trianon 'verweis gab,und der hierauf den Entschluß genommen haben soll, den Königzum Kriege, den der Ryßwicker Frieden beendigte, zu verleiten,ist bekannt. Nach dem Tode Jakob's II., erzählt Voltaire(Siöclv cis Toui<! XIV.), war im Cabinette beschlossen worden,den Sohn desselben nicht als König anzuerkennen: aber dieWittwe Jakob's und die Frau von Maintenon bewogen ihn durchThränen, ihn noch am nämliche» Tage anzuerkennen ; und Lud-wig glaubte, aus eigener Bewegung und aus besseren Einsichten,als seine Minister hätten, diesen Schritt gethan zu haben.

**) Geschichte des Preußischen Staats vvm Frieden zu Hu-