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Geist sogar von ihnen selbst oder von dienstfertigenDienern gegen Napoleon benutzt wurde, ohne die Ge-fahren zu berücksichtigen, die daraus in der Zukunftfür den Staatsdienst und für die Regierungen selbstentstehen könnten, und die sich auch bald darauf wirk-lich zeigten. Die Frage ist aber: ob die Beschrän-kung derLehrfreiheit, welche seitdem zur Maximeerhoben ward, auch in der That das geeignetste Mittelsey, solche Auswüchse zu zerstören?
In Athen waren Lehre und Schrift gleich frei;nicht so in dem aristokratischen Sparta und Rom.
Die ganz verschiedenen Wirkungen davon in diesen dreiRepubliken sind bekannt. „Als einst zu Athen — soerzählt Diogenes Laü'rtius — der Demagoge Sopho-kles die philosophischen Schulen der Aufsicht des Staatsunterwerfen wollte; so wurden sie allsogleich von denLehrern geschlossen, worauf das Volk mit preiswürdi-ger Liberalität sich beeilte, die den Philosophen zuge-dachte Beleidigung durch eine große Geldstrafe, die esdem unbesonnenen Redner auflegte, wieder gut zu ma-chen." Den wichtigsten Nachtheil der Beschränkungder Lehrfreiheit hat der Weimar'sche Gesandte amBundestage, Herr von Hend rieh, vortrefflich
*) Siehe über Liesen Gegenstand meine „UntersuchungenI-, Seite 57, 146, 166, 235 ff. und 243. Vergl. Gibd ou Gesch.des Vers. und Unterg. des Römischen ReichS (Uebersetz. von Wenk)1., Kap. 2 und 5.
V. Rotteck allgem. Weltgesch.
***) Einen anderen habe ich schon oben, S. 189, bemerkt.****) In der Sitzung vom 1. April 1819.