chemische Anziehung oder Auflösungs - und Vcrmischungs-Kraft, ncbsi den Einflüssen der Temperatur auf dasselbe.Alle diese Eigenschaften kommen bei der Bewegung desWassers thcilweise mehr, oder weniger, in Betrachtung.
H. 3.
Das einfache Wasser besteht aus einer Verbindungvon einem Gcwichtstheilc Wasserstoff mit 8 GcwichtstheilenSauerstoff, und erscheint in dreierlei Gestalt, als Eis, wieein fester oder starrer Körper, als Wasser, tropfbarflüssig,und als Dampf, elastisch flüssig. Man hat das Wasserzu Bestimmung der eigenthümlichen Gewichte aller andernKörper angenommen, und dazu sein eigenthümliches Gewichtzu 1,00 oder 1,000 Theilen angesetzt.
Das Eis ist hart, durchsichtig und ohne Farbe, undsein eigenthümliches Gewicht beträgt nur 0,92, daher schwimmtes auf dem Wasser. Bei jeder Warme über 0 Grad derlOOthciligcn Thcrmometcr-Scale schmilzt es, doch muß esum in tropfbar flüssige Gestalt überzugehen, so viel Wärmein sich aufgenommen haben, daß dadurch eine gleiche MengeWassers bis auf 750 erhitzt werden könnte; und dabei hatdas eben geschmolzene Wasser noch dieselbe Temperatur — 0°welche auch das Eis hatte. Daher muß die genannte Wärmesich chemisch mit dem Wasser vermischt haben, und alleinzu Veränderung seiner Form verwendet worden sein.
Der Ucbcrgang des Wassers in die starre Form desEises kann bei stillstehenden und fließenden Gewässern nuran ihren Oberflächen Statt finden, weil nur mit der Be-rührung der Luft die Ursache vorhanden ist, welche demWasser soviel Warmestoff entzieht, als zu der Bildung desEises, weniger, gegenwärtig sein darf. Bei ruhigen Ober-flächen erfolgt daher das Erstarren gleichförmig und vollkom-