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AE, Ae oder Ae' ausläust, so haben alle seine horizon-talen Schichten, die den Höhen AE, Ae, Ae' zugehörcn-dcn Geschwindigkeiten E9, es, e'st, und die mit diesenGcschw. auskaufenden Waffcrmcngen N, in, m' stehen inden Verhältnissen der Quadrate von EI), es, e'f', oder indem Verhältnisse der / von AE, Ae, Ae'. Es ist daherunmöglich: dass die von A nach f und f', oder von Anach e, e', langsamer nachfolgenden Wasscrtheilc, auf dieunteren schneller ausweichenden Schichten noch Druck aus-üben könnten, sondern sie erlangen dieselben Gcschw. derletzen, allein durch die Beschleunigung des Falles, und da-her nicht eher, als bis sie mit diesen in gleiche Tiefe her-abgckommen sind.
Anmerk. Die Vorstcllungsart vieler Schriftsteller, welcheneben der Wirkung des hydraulischen Falles, zugleichnoch einen hydrostatischen Druck annehmen, ist dievorzüglichste Ursache von den Ungewißheiten, welchenoch in der Wissenschaft herrschen, und die Fortschrittederselben gehemmt haben. (§. 21.)
II. Geht der Strahl des Wassers ADE in freienRaum aus, und erleidet er keinen andern Widcrastnd alsvon der atmosphärischen Lust; so ist die größte Verminde-rung seiner Gcschw. durch senkrechten Widerstand der Luft,dem Durchschnitt seines zusammengezogenen Strahles, oderder Fläche desselben, multiplicirt durch seine Geschw. unddie eigenthümliche Dichtigkeit der Lust gleich. Dieses kannaber nur bei einem Katarakt, in dem ersten Augenblickeseines Falles Statt finden; bei andern Wasscrfällen in einemFlusse, kann der Widerstand der Lust nie mehr betragenals h. f C, und im gewöhnlichen Laufe eines Flusses ist