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Neue Theorie des Ufer- und Strombaues : erläutert durch die Geschichte der Wasserbauten an dem Süder-Dithmarsischen Elbufer / von W. Meissner
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zunehmen muß; so erfolgt die allmählige Anfüllung desCanals, die Erhöhung seiner Oberfläche >so lange, bis sichdie Kraft von AfDE mit diesen Hindernissen und dem(§. 22. I. II.) Gewichte der todten Masse £ ABDEausgeglichen hat, und eine mittlere Geschw. nachblickt.

Diese Erscheinung findet man, genau so wie ich sieeben erklärt habe, bei solchen Freiläuft» oder Ablaßwehren, >deren Fachbäume mit dem Boden des untern Abflußcanalswagerccht liegen, in der Natur bestätiget.

IV. Kann das durch einen Durchschnitt wie An(Fig. 8.) ausfiießcnde Wasser unter ab herabfallen, undsteht ihm daselbst keine Verzögerung im Wege, so hat esbei s schon die Geschw., welche der Höhe Aa angehört,und mit derselben beschreibt es die Parabel akä, welcheAll) in k durchkreuzt. Es erreicht also mit dieser größer»Geschw. es den Punkt f schon nach der Fallhöhe » e;dahingegen das von A an fallende Wasser durch die HöheAe gefallen sein muß, ehe es in k ankommen kann. Hin-ter 5 muß daher der Wasserstrahl eben so auseinander gehen,wie er von An nach I sich zusammengezogen hat; und dagleiche Wasscrmengen durch An, und jeden andern Durch-schnitt des Strahles laufen, so verhalten sich diese Durch-schnitte umgekehrt, wie die in jeder Höhe e.e'.e"durch den Fall von A erlangten Geschwindigkeiten.

Das Zusammenziehen und Ausbreiten des Wasserstrah-les bringt auch noch die bekannten Erscheinungen bei Ver-änderung der Formen desselben hervor, so daß z. B., wennbei a eine dreieckte Ausflußöffnung wäre, deren Spitze sichoben befindet, der Wasserstrahl bis in k ebenfalls die drei«eckte Form mit der Schärfe oben habe»; hinter t' aber die