Erste Abtheilung. Mit gemischter Grundlage, r 71
ihrer Auflösung beym Zusähe von Kali weniger Talkerdefallen.
IV. Sie bewürkt sehr leicht Laxircn und man be-merkt nach dieser ihrer Würkung weniger Schwache, alsnach dem Gebräche von schwefelsaurem Natrum. Wegenihres unangenehmen Geschmacks macht sie aber bisweilenErbrechen.
VI. i) Man gebraucht sie als ein kräftiges Reiz-mittel der schleimabsondernden Arteriencndcn und gastri-schen Unreinigkeiten, selbst bey nicht unbedeutender Mus-kelschwache des Magens, jedoch dann gern in Verbin-dung mit gewürzhaften Mitteln.
2) Als Lapirmittel gebraucht man sie, theils inden gewöhnlichen Fällen, wo Vermehrung des Stuhl-ganges durch Ncutralsalze indicirt ist, theils bey hart-näckiger Verstopfung, eingeklemmten Brüchen, Bley« ,kolik rc. Wo die Verstopfung krampfhafter Art ist, sehtman Opium hinzu.
VII. Als Digestiv giebt man sie zu einer Drachme.Zum Laxiren reicht man sie zu einer halben bis ganzenUnze, in vieler Flüssigkeit aufgelöset, z. B. in achtUnzen Wasser, oder in Fleischbrühe, Mandelmilch unddergleichen mehr. Auch seht man bisweilen fettes Oeldazu.
§. 607,
Entbehrlich.
Die Bitterwasser enthalten schwefelsaure Talk-erde in Verbindung mit schwefelsaurem und salzstmremNatrum, salzsaurer und kohlensaurer Talkerde und koh-